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Was ist A+ Content bei Amazon?

A+ Content ist eine erweiterte Produktbeschreibung auf Amazon, die Markeninhabern erlaubt, statt einfachem Text aufwändige Layouts mit Bildern, Vergleichstabellen und Infografiken einzusetzen um die Produktseite visuell aufzuwerten.

A+ Content ist ausschließlich für Händler verfügbar, die ihr Markenzeichen in der Amazon Brand Registry eingetragen haben. Studien zeigen, dass qualitativ hochwertiger A+ Content die Conversion Rate um bis zu 10 Prozent steigern kann, weil Käufer besser informiert werden und Vertrauen in die Marke aufbauen. Basic A+ Content ist für registrierte Marken kostenlos.

Praxisbeispiel: Ein Hersteller von Pflegeserien erstellt A+ Content mit einer Infografik zur Wirkungsweise der Inhaltsstoffe, einem Vorher-Nachher-Bild und einer Tabelle die verschiedene Produkte der Serie vergleicht. Die Abbruchrate auf der Produktseite sinkt messbar.

Wichtig zu wissen: A+ Content ersetzt die klassische Produktbeschreibung im Backend, investiere deshalb zuerst in Qualität statt Quantität beim Aufbau deiner Bildwelten.

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Passende Anbieter

P
Software

PlentyONE (ehemals plentymarkets)

PlentyONE ist eine cloudbasierte E-Commerce-ERP-Plattform der plentysystems AG mit Sitz in Kassel, die 2006 unter dem Namen plentymarkets gegründet wurde und heute als PlentyONE auftritt. Die Software bündelt Produktdaten, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kanalanbindung in einem System, sodass Händler Bestände, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg zentral steuern. Nach Herstellerangaben sind über 150 Marktplätze und Plattformen angebunden, dazu kommen ein eigenes Shopsystem als Progressive Web App, ein Kassensystem für den stationären Handel und ein Order-Management-System, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Die Funktionen werden über Editionen gestaffelt, die unter den Namen Lite, Lite+, Expand und Scale auf unterschiedliche Unternehmensphasen ausgerichtet sind. Seit November 2024 ist mit der PSG ein strategischer Investor beteiligt, der das Wachstum in der DACH-Region und international unterstützen soll. PlentyONE richtet sich an Händler, Marken und Hersteller, die viele Kanäle gleichzeitig bespielen und ihre Prozesse in einer durchgängigen Plattform abbilden möchten.

J
Software

JTL-Software (JTL-Wawi)

JTL-Wawi ist die Warenwirtschaft der JTL-Software-GmbH, die 2008 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen hat. Das Unternehmen gibt an, im deutschsprachigen Raum mehr als 50.000 Kunden und über 500 Partner zu haben, und gehört damit zu den verbreitetsten Anbietern für Multichannel-Handel. Die Wawi verbindet Einkauf, Verkauf, Lager und Versand, enthält ein Produktinformationsmanagement und lässt sich modular um weitere Bausteine erweitern. Über JTL-eazyAuction werden Angebote und Bestellungen auf Marktplätzen wie Amazon, eBay, Kaufland und Otto direkt in der Wawi gesteuert. Das Ökosystem umfasst außerdem das Shopsystem JTL-Shop, Connectoren für externe Shopsysteme, die Lagerverwaltung JTL-WMS, das Kassensystem JTL-POS und eine Produktionssoftware für Fertigungsunternehmen. Im Oktober 2023 ist mit Hg ein auf Software spezialisierter Investor als Wachstumspartner eingestiegen. JTL ist vor allem bei kleinen und mittleren Onlinehändlern beliebt, die ein flexibles System mit großem Partnernetzwerk suchen.

A
Software

Afterbuy

Afterbuy ist eine cloudbasierte All-in-One-Lösung für Onlinehändler, betrieben von der ViA-Online GmbH aus Krefeld, die zur ECOMMERCE ONE gehört. Aus einem früheren Werkzeug für Marktplatzverkäufer hat sich die Software zu einem Multichannel-System entwickelt, das Produktlisting, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Versand und Logistik vereint. Händler pflegen Artikel und Bestände zentral und steuern damit ihre Verkäufe auf Marktplätzen wie Amazon und eBay sowie im eigenen Onlineshop und im Ladengeschäft. Die Daten liegen nach Herstellerangaben auf eigenen Servern in Deutschland. Ein Statistikmodul mit eigenem Data Warehouse ermöglicht individuelle Auswertungen, etwa welche Produkte auf welchem Marktplatz am besten laufen. Über offene Schnittstellen lassen sich Shopsysteme, Versanddienstleister und Buchhaltungslösungen anbinden, für die Übergabe an den Steuerberater gibt es Partnerschnittstellen zu gängigen Finanzbuchhaltungen.

G
Plattform

Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist das kostenlose Werkzeug, über das Händler Produktdaten an Google übergeben, damit ihre Produkte im Shopping-Tab, in der Google-Suche und in weiteren Google-Diensten erscheinen. Kostenlose Produkteinträge gibt es in Deutschland seit Oktober 2020, die Erstellung eines Kontos und der Upload sind gebührenfrei, Kosten entstehen nur bei bezahlten Shopping-Anzeigen über ein verknüpftes Google-Ads-Konto. Seit September 2024 ist Merchant Center Next die verbindliche Oberfläche. Die Ausrichtung ist international, Versandeinstellungen sind unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz Pflicht, und Preisvergleichsportale können in diesen Ländern Shopping-Anzeigen im Namen von Händlern schalten. Das Sortiment ist branchenübergreifend, gekauft wird auf der Website des Händlers, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Der Feed kann als CSV, XML oder TXT oder über die Content API geliefert werden, Händler mit stationärem Geschäft können Local Inventory Ads nutzen. Das Merchant Center liefert außerdem die Datenbasis für Performance Max und das YouTube Shopping-Affiliate-Programm.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

H
Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

B
Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

B
Software

Billbee

Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.

V
Marktplatz

Vinted

Vinted ist ein 2008 in Vilnius gegründeter Marktplatz für Second-Hand-Mode, der als Peer-to-Peer-Plattform gestartet ist und mit Vinted Go für den Versand und Vinted Pay für Zahlungen heute ein eigenes Ökosystem betreibt. Die Ausrichtung ist international, verkauft wird überwiegend zwischen Privatpersonen (C2C), gewerbliche Verkäufer treten über ein Pro-Konto mit sichtbarem Pro-Abzeichen auf und bedienen Endkunden (B2C). Das Sortiment liegt bei gebrauchter und neuer Mode, Schuhen und Accessoires. Private Verkäufer zahlen keine Verkaufsgebühr, Vinted finanziert sich über eine Käuferschutzgebühr, die der Käufer trägt, auch für Pro-Konten wird laut Marktberichten keine Verkaufsprovision erhoben. Gekauft wird über den Kaufen-Button mit integrierten Versandmethoden, die der Käufer bezahlt, die Auszahlung erfolgt automatisch 14 Tage nach der Zustellung. Pro-Verkäufer treten als Unternehmer auf, das bringt Pflichtangaben, ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Neuware und Rechnungspflichten mit sich. Das Kammergericht Berlin hat im Dezember 2025 untersagt, den kostenpflichtigen Käuferschutz voreinzustellen, das Urteil ist laut Marktberichten noch nicht rechtskräftig.

B
Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

Z
Marktplatz

Zalando

Zalando ist Europas große Plattform für Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty und erreicht laut Unternehmensangaben über 50 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Ländern. In Österreich zählt Zalando laut Handelsverband und ECDB (E-Commerce Report 2025) zu den umsatzstärksten Onlinehändlern, inklusive Partner-Marktplatz lag der Umsatz 2024 bei rund 606 Millionen Euro, der Marktanteil beträgt laut RegioData (2026) etwa 3,7 Prozent. Die Ausrichtung ist stark international, mit Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Zugang zu vielen weiteren Märkten. Das Sortiment ist auf Fashion und Lifestyle spezialisiert, im Mittelpunkt steht das Endkundengeschäft (B2C), die Zusammenarbeit mit Marken läuft im Wholesale als B2B-Geschäft. Marken und Händler können zwischen Wholesale (Zalando kauft die Ware), dem Partner Program (Verkauf im eigenen Namen über die Plattform) und Connected Retail für stationäre Händler wählen. Der Zugang erfolgt seit 2023 nur auf Einladung. Es fällt eine Basisgebühr von 480 Euro pro Jahr an, dazu eine Provision von 5 bis 25 Prozent je nach Kategorie und Preissegment. Seit 2025 gehört auch About You zur Zalando Group.

O
Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

S
Marktplatz

shöpping.at

shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).