Plattformkompetenz

Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

Hinweise

Temu ist ein preisgetriebener Kanal und passt zu Sortimenten mit klarem Preis-Leistungs-Fokus wie Haushalt, Zubehör und Gadgets, weniger zu Premiummarken mit Preispflege. Je nach Modell bestimmt Temu den Endkundenpreis, deshalb Marge und Markenwirkung vorab prüfen. Nötig sind ein EU-Unternehmen mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein lokales Lager sowie Compliance wie GPSR und Verpackungsgesetz. Die Registrierung läuft kostenlos über das Temu Seller Center, das Konto wird nach Prüfung der Unternehmensdokumente freigeschaltet, der Zugang erfolgt teils auf Einladung.

Quellen

https://www.plentyone.com/de/blog/auf-temu-verkaufen,https://amzplus-consulting.de/blog/auf-temu-verkaufen-2026,https://www.magnalister.com/de/temu-guide/,https://industriemagazin.at/artikel/wie-haendler-auf-temu-erfolgreich-starten/,https://www.gabot.de/ansicht/oesterreich-onlinehandel-erreicht-rekordniveau-441191.html

Zuletzt aktualisiert: 20.9.2026

Wiki zum Thema

Darf ich Text und Logos auf Amazon-Produktfotos verwenden?

Text und Logos sind auf dem Hauptbild eines Amazon-Listings ausdrücklich verboten, dürfen aber auf den Galeriebildern eingesetzt werden solange sie dem Käufer zusätzliche nützliche…

Wann lohnt sich Amazon für kleine Händler?

Amazon lohnt sich für kleine Händler besonders dann wenn sie Produkte mit ausreichender Nachfrage, klaren Alleinstellungsmerkmalen oder einer Nischenpositionierung anbieten, die si…

Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf für Amazon-Produktbilder?

Ein professioneller Produktfotograf lohnt sich bei Amazon dann wenn das Produkt hochpreisig ist, in einem stark umkämpften Segment verkauft wird oder wenn die Bildqualität der Konk…

Warum ist die Verkäuferperformance bei Amazon so wichtig?

Amazon überwacht fortlaufend bestimmte Leistungskennzahlen jedes Händlerkontos und greift mit Verwarnungen, Listing-Sperrungen oder sogar vollständigen Kontosperrungen ein, wenn di…

Warum wird mein Amazon-Listing nicht angezeigt?

Ein Amazon-Listing das nicht angezeigt wird ist entweder inaktiv wegen fehlender Pflichtfelder, gesperrt wegen eines Richtlinienverstoßes, supprimiert wegen nicht erfüllter Bildanf…

Was bedeutet ASIN bei Amazon?

Eine ASIN ist die Amazon Standard Identification Number, eine zehnstellige alphanumerische Kennung, die Amazon jedem Produkt im eigenen Katalog eindeutig zuweist. Jedes Produkt auf…

Was bedeutet ROAS im Amazon-Kontext?

ROAS steht für Return on Ad Spend und gibt an wie viel Umsatz du pro eingesetztem Werbebudget auf Amazon erzielst, also wie effizient deine PPC-Kampagnen laufen. Ein ROAS von 5 bed…

Was brauche ich um ein Produkt bei Amazon einstellen zu können?

Um ein Produkt bei Amazon einzustellen brauchst du mindestens einen aktiven Seller-Account, einen gültigen Produktidentifikator wie EAN oder GTIN, einen Produkttitel, eine Kategori…

Was ist A+ Content bei Amazon?

A+ Content ist eine erweiterte Produktbeschreibung auf Amazon, die Markeninhabern erlaubt, statt einfachem Text aufwändige Layouts mit Bildern, Vergleichstabellen und Infografiken …

Lösungen für Temu-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.