Plattformkompetenz

Verzeichnis

Marktplätze

Marktplätze in Europa sind für Marken und Verkäufer längst kein Zusatzkanal mehr, sondern oft der Ort, an dem Kunden ihre Kaufentscheidung treffen, bevor sie überhaupt einen eigenen Onlineshop besuchen. Wer heute Produkte verkauft, muss deshalb nicht nur wissen, welche Plattformen es gibt, sondern vor allem, welche davon zum eigenen Sortiment, zur Zielgruppe und zur eigenen Logistik passen. Diese Übersicht zeigt dir die wichtigsten Marktplätze aus der Sicht europäischer Händler und Marken. Jeder Eintrag erklärt neutral, wie der Marktplatz funktioniert, welche Händler dort erfolgreich sind und worauf du bei Anmeldung, Gebühren, Produktdaten und Versand achten musst. So kannst du einschätzen, ob sich der Einstieg für dich lohnt, ob du mit einem Marktplatz starten oder mehrere parallel bespielen willst und welche Märkte sich für den Schritt über die Grenze anbieten.

28 Einträge

V
Marktplatz

Vinted

Vinted ist ein 2008 in Vilnius gegründeter Marktplatz für Second-Hand-Mode, der als Peer-to-Peer-Plattform gestartet ist und mit Vinted Go für den Versand und Vinted Pay für Zahlungen heute ein eigenes Ökosystem betreibt. Die Ausrichtung ist international, verkauft wird überwiegend zwischen Privatpersonen (C2C), gewerbliche Verkäufer treten über ein Pro-Konto mit sichtbarem Pro-Abzeichen auf und bedienen Endkunden (B2C). Das Sortiment liegt bei gebrauchter und neuer Mode, Schuhen und Accessoires. Private Verkäufer zahlen keine Verkaufsgebühr, Vinted finanziert sich über eine Käuferschutzgebühr, die der Käufer trägt, auch für Pro-Konten wird laut Marktberichten keine Verkaufsprovision erhoben. Gekauft wird über den Kaufen-Button mit integrierten Versandmethoden, die der Käufer bezahlt, die Auszahlung erfolgt automatisch 14 Tage nach der Zustellung. Pro-Verkäufer treten als Unternehmer auf, das bringt Pflichtangaben, ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Neuware und Rechnungspflichten mit sich. Das Kammergericht Berlin hat im Dezember 2025 untersagt, den kostenpflichtigen Käuferschutz voreinzustellen, das Urteil ist laut Marktberichten noch nicht rechtskräftig.

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Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

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Marktplatz

BestSecret

BestSecret ist eine geschlossene Shopping-Community für Designer- und Markenmode, in der Mitglieder ausschließlich auf Einladung Zugang haben und laut Anbietern Rabatte von bis zu 80 Prozent auf Ware von rund 3.000 Marken erhalten. Das Unternehmen sitzt bei München, betreibt Stores in München und Wien und ist in rund 27 europäischen Märkten vertreten, darunter Österreich und die Schweiz. Neben dem klassischen Wholesale-Geschäft startete BestSecret im Dezember 2023 mit der Curated Platform einen geschlossenen Marktplatz auf Basis von Mirakl für Markenpartner im Off-Price-Segment. Marken behalten die Kontrolle über Marge und Produktpräsentation, müssen aber das B2C-Geschäft mit Versand selbst abwickeln, zum Start war der Marktplatz nur in Deutschland verfügbar, eine Ausweitung auf alle Märkte war angekündigt. Das Sortiment umfasst Damen- und Herrenmode, Accessoires, Sportswear, Kinder, Beauty und Living. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Marken und Rabatte sind außerhalb der Community nicht sichtbar. Marktplatz-Partner werden von BestSecret sorgfältig ausgewählt, um einheitliche Liefer- und Produktstandards zu sichern. Mehrheitseigentümer ist laut Berichten Permira.

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Marktplatz

Breuninger

Breuninger ist ein Stuttgarter Premium- und Luxus-Warenhaus mit elf Häusern in Deutschland, mehr als 5.500 Mitarbeitenden und einem Onlineshop seit 2008. Seit 2020 öffnet das Unternehmen den Onlineshop auf einer Marktplatz-Plattform für ausgewählte Partnermarken, die über eine Third-Party-Anbindung an Breuninger-Kunden verkaufen. Im Februar 2026 wurde das Modell in Österreich gestartet, laut Fachpresse auf Basis des in Deutschland etablierten Konzepts mit rund 300 Partnern und einem lokalen Fokus auf Tracht, Ball- und Abendmode sowie Ski und Outdoor. Weitere Märkte sind die Schweiz mit zusätzlichen Sprachversionen, Polen und die Niederlande. Das Sortiment umfasst Fashion und Accessoires, Home and Living, Premium und Luxus sowie Sport. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Eine offene Registrierung gibt es nicht, Breuninger arbeitet über Empfehlungen, gezielte Ansprache von Marken und Integrationspartner wie Tradebyte oder Agenturen. Vorausgesetzt werden vollständige Varianten- und Attributdaten, markenkonforme Bilder und Texte in Deutsch sowie ein sauberes Kategorie-Mapping, entsprechend der Premium-Positionierung.

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Marktplatz

fashionette

fashionette ist ein 2008 gegründeter Onlineshop für Premium- und Luxusmode, der zur The Platform Group AG gehört und sich selbst als führenden Marktplatz für hochwertige Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment bezeichnet. Der Schwerpunkt liegt bei Designer-Handtaschen, dazu kommen Schuhe, Schmuck, Uhren und Kleidung. Die Plattform betreibt eigene Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und liefert von der jeweiligen Länderseite nur an Adressen im jeweiligen Land. Seit 2023 arbeitet fashionette mit einem Marktplatz-Modell: Bestände lokaler Luxus-Boutiquen werden über ein ERP-System angebunden, zum Start waren mehr als 150 Standorte mit rund 3.500 Modeartikeln europäischer Boutiquen angebunden, bei einem Verkauf erhält fashionette eine Provision. Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Pre-Loved-Kategorie mit geprüften Second-Hand-Handtaschen, Uhren und Schmuck. Geplant war die Ausweitung auf Lederwaren, Schuhe und Accessoires sowie die direkte Anbindung von Herstellern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), fashionette ist im Netzwerk von Tradebyte gelistet.

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Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

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Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

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Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

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Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).

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Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

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Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.

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Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

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Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

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Marktplatz

ManoMano

ManoMano ist ein 2013 gegründeter französischer Marktplatz, der sich ausschließlich auf Heimwerken, Haus und Garten spezialisiert hat. Nach Angaben auf der deutschen Händlerseite verbindet er 15 Millionen Produkte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich, mit rund 20 Millionen monatlichen Besuchern, 4 Millionen aktiven Kunden und 400.000 wiederkehrenden Käufern. Es handelt sich um einen reinen Marktplatz ohne stationäres Geschäft, der Händler nach eigenen Angaben ergänzt, ohne sie zu kannibalisieren. Verkauft wird an Endkunden (B2C), mit ManoManoPro betreibt ManoMano seit 2019 zusätzlich eine B2B-Plattform für Handwerker und Bauprofis mit über 600.000 Referenzen. Neue Händler bewerben sich über ein Formular, ManoMano prüft Produktfit, Preispolitik und Kundenservicequalität. In Frankreich, Spanien und Italien gab es laut früheren Berichten ein Fulfillment-Angebot. Deutsche Händler galten laut ManoMano (2021) als Exportmeister und verkaufen mehr im europäischen Ausland als alle anderen Länder des Marktplatzes.

Z
Marktplatz

zooplus

zooplus ist ein 1999 gegründeter Onlinehändler für Heimtierbedarf mit Sitz in München und laut eigener Darstellung Onlineshops in mehr als 27 europäischen Ländern, darunter eine eigene Seite für Österreich. Im August 2026 hat zooplus in Deutschland einen Marktplatz gestartet, der das Sortiment um rund 10.000 zusätzliche Produkte erweitert, etwa 65 Prozent davon im Heimtierzubehör, etwa Schlafplätze, Transportlösungen, Spielzeug und Pflegeprodukte. Nach Deutschland und Frankreich plant zooplus eine schrittweise Ausweitung auf weitere Länder. Für Kunden ändert sich am Einkauf nichts, die Produkte der Drittanbieter sind im bestehenden Shop integriert. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Konkrete Marken, Händler oder Warengruppen nennt das Unternehmen nicht, zooplus setzt auf Künstliche Intelligenz, um Produktinformationen wie Größe oder Farbe zu ergänzen. Der Zubehör-Schwerpunkt bietet Raum für Nischenmarken und kleinere Hersteller, die zooplus nicht selbst einkauft und lagert.

F
Marktplatz

Fressnapf

Die Fressnapf-Gruppe mit Sitz in Krefeld ist nach Eigenangabe Europas führender Omnichannel-Händler für Tierbedarf und hat im Juni 2022 in Deutschland auf Basis von Mirakl einen Marktplatz gestartet. Externe Handelspartner bieten seither Nischenprodukte im Online-Shop an, gekennzeichnet mit Versand durch Fressnapf-Partner. Das Ziel ist ein kundenorientiertes, ausgewähltes und innovatives Sortiment, langfristig sollen Marktplatz-Artikel auch im Markt über den Bestellservice erhältlich sein. Im Oktober 2024 öffnete Fressnapf Österreich seinen Online-Marktplatz für neue Partner, zu den ersten gehörten die Marken Knuffelwuff, Wagner und Stuch mit zusammen über 750 Artikeln, weitere Unternehmen waren in Vorbereitung. Das Sortiment reicht von Zubehör und Spezialprodukten bis zu Nischenmarken, verkauft wird an Endkunden (B2C). Interessierte Händler melden sich über das Kontaktformular auf der Marktplatz-Seite von Fressnapf. Die Anbindung läuft über eine Mirakl-API, auch über Integratoren wie OscWare. Die Fressnapf-Gruppe hat einen internationalen Roll-out angekündigt, konkrete Länderlisten und Konditionen sind nicht öffentlich dokumentiert.

A
Marktplatz

AUTODOC

AUTODOC ist ein Berliner Onlinehändler für Fahrzeugteile und Zubehör, der laut Unternehmen Europas führender Online-Händler in diesem Bereich ist. Neben dem B2C-Geschäft und dem B2B-Bereich Autodoc Pro hat das Unternehmen einen kuratierten Marktplatz als dritte Säule aufgebaut. Der Autodoc Marketplace startete in Frankreich und wurde im Sommer 2025 auf Deutschland und Österreich ausgeweitet, laut Speed4Trade ist er auch in Italien, Spanien, Portugal, den Benelux-Ländern und Großbritannien verfügbar. Auf dem Marktplatz sind laut Anbieter hunderte professionelle Verkäufer aktiv, das Angebot reicht über klassische Ersatzteile hinaus zu Fahrzeugelektronik, Zubehör, Lifestyle-Produkten, Mobilitätslösungen und Sicherheitsartikeln. Verkauft wird an Endkunden (B2C), der Marktplatz ergänzt die B2C- und B2B-Plattformen. Drittanbieter listen ihre Produkte und versenden direkt, sie übernehmen Rechnung, Versand und Erstkontakt im Kundenservice. Für alle Marktplatz-Händler gelten klar definierte Leistungskennzahlen und Service-Level-Vereinbarungen, Autodoc überwacht die Performance und greift bei Bedarf ein. Als technische Basis dient die Marktplatzlösung von Mirakl.

G
Marktplatz

Galaxus

Galaxus ist das Online-Warenhaus der Digitec Galaxus AG, die zur Migros-Gruppe gehört, und laut PlentyONE (2026) mit einem Plattformumsatz von rund 3,76 Milliarden Schweizer Franken und etwa 5 Millionen aktiven Käufern der größte Onlinehändler der Schweiz. Der Schweizer Marktplatz besteht seit 2016, Deutschland kam im Januar 2023 hinzu, eigene Shops betreibt Galaxus außerdem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Der Marktplatz für Drittanbieter ist laut Marktberichten für die Schweiz und Deutschland offen und zählt über 1.000 angebundene Händler. Die Ausrichtung ist bewusst selektiv und kuratiert: Händler bewerben sich, durchlaufen eine Potenzialanalyse und Testbestellungen und müssen ihren Shop per API anbinden. Das Sortiment reicht von Elektronik über Wohnen, Haushalt, Sport und Spielzeug bis zu Beauty. Verkauft wird an Endkunden (B2C), zusätzlich existiert ein B2B-Retail-Modell, bei dem Galaxus die Ware selbst einkauft. Es gibt keine Grund- oder Setup-Gebühr, nur eine kategorieabhängige Provision, die je nach Quelle zwischen 7 und 20 Prozent liegt. Voraussetzung sind ein Gewerbe mit Umsatzsteuer-ID und ein Lager in der EU oder der Schweiz.

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Marktplatz

shöpping.at

shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

M
Marktplatz

MediaMarkt Saturn Marketplace

Der MediaMarktSaturn Marketplace ist der Drittanbieter-Marktplatz der Elektronikhändler MediaMarkt und Saturn, die zur Ceconomy gehören und sich selbst als Europas Nummer 1 im Bereich Consumer Electronics bezeichnen. Laut Betreiber stehen mehr als 21 Millionen potenzielle Kunden und mehr als 65 Millionen Unique Visits pro Monat auf zwei der Top-10-Onlineshops in Deutschland dahinter. Den Marktplatz gibt es seit 2020, er läuft auf der Mirakl-Technologie und wird schrittweise auf weitere Länder ausgeweitet, für Deutschland und Österreich gibt es eigene Händlerformulare. Das Sortiment liegt im Kern bei Consumer Electronics und Haushaltsgeräten, verkauft wird an private Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist kuratiert, Händler bewerben sich und müssen Anforderungen an Produktdaten, Lieferzeiten und Kundenservice erfüllen. Die Konditionen umfassen einen Monatsbeitrag von 39 Euro netto, eine nicht öffentlich ausgewiesene Provision, kostenlose Produktlistung und jederzeitige Kündbarkeit. Angebunden wird über Excel- und CSV-Vorlagen, per API oder über Integratoren, der Go-live soll in unter zwei Wochen möglich sein. Die Übernahme von Ceconomy durch JD.com ist angekündigt und steht laut Medienberichten vor der Freigabe.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

E
Marktplatz

eBay

eBay ist einer der ältesten Onlinemarktplätze im DACH-Raum und zählt laut Handelsverband in Österreich zu den drei größten Marktplätzen, RegioData Research beziffert den Marktanteil am österreichischen Onlinehandel mit rund 4,1 Prozent (2026). Die Ausrichtung ist international: eBay betreibt länderspezifische Websites wie eBay.de und eBay.at, und Verkäufer erreichen mit internationalem Versand oder eigenen Angeboten auf anderen Länderseiten laut eBay bis zu 134 Millionen potenzielle Käufer. Das Sortiment ist breit und besonders stark bei Neuware, gebrauchten und generalüberholten Artikeln, Sammlerstücken, Ersatzteilen und Nischenprodukten. Im Kern richtet sich eBay an Endkunden (B2C) und Privatverkäufer (C2C), ein ausgewiesener B2B-Marktplatz ist es nicht. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine kategorieabhängige Verkaufsprovision von etwa 5 bis 16 Prozent auf den Gesamtbetrag inklusive Versand, dazu eine Fixgebühr von 0,35 Euro pro Bestellung (0,45 Euro bei Bestellungen über 10 Euro). Seit 1. Juli 2026 gilt in vielen Kategorien ein einheitlicher Provisionssatz statt der bisherigen Staffelung, für gebrauchte und generalüberholte Ware sind es einheitlich 5 Prozent. Optional gibt es Shop-Abonnements mit Angebotskontingent.

Z
Marktplatz

Zalando

Zalando ist Europas große Plattform für Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty und erreicht laut Unternehmensangaben über 50 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Ländern. In Österreich zählt Zalando laut Handelsverband und ECDB (E-Commerce Report 2025) zu den umsatzstärksten Onlinehändlern, inklusive Partner-Marktplatz lag der Umsatz 2024 bei rund 606 Millionen Euro, der Marktanteil beträgt laut RegioData (2026) etwa 3,7 Prozent. Die Ausrichtung ist stark international, mit Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Zugang zu vielen weiteren Märkten. Das Sortiment ist auf Fashion und Lifestyle spezialisiert, im Mittelpunkt steht das Endkundengeschäft (B2C), die Zusammenarbeit mit Marken läuft im Wholesale als B2B-Geschäft. Marken und Händler können zwischen Wholesale (Zalando kauft die Ware), dem Partner Program (Verkauf im eigenen Namen über die Plattform) und Connected Retail für stationäre Händler wählen. Der Zugang erfolgt seit 2023 nur auf Einladung. Es fällt eine Basisgebühr von 480 Euro pro Jahr an, dazu eine Provision von 5 bis 25 Prozent je nach Kategorie und Preissegment. Seit 2025 gehört auch About You zur Zalando Group.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).