Plattformkompetenz
Vinted ist ein 2008 in Vilnius gegründeter Marktplatz für Second-Hand-Mode, der als Peer-to-Peer-Plattform gestartet ist und mit Vinted Go für den Versand und Vinted Pay für Zahlungen heute ein eigenes Ökosystem betreibt. Die Ausrichtung ist international, verkauft wird überwiegend zwischen Privatpersonen (C2C), gewerbliche Verkäufer treten über ein Pro-Konto mit sichtbarem Pro-Abzeichen auf und bedienen Endkunden (B2C). Das Sortiment liegt bei gebrauchter und neuer Mode, Schuhen und Accessoires. Private Verkäufer zahlen keine Verkaufsgebühr, Vinted finanziert sich über eine Käuferschutzgebühr, die der Käufer trägt, auch für Pro-Konten wird laut Marktberichten keine Verkaufsprovision erhoben. Gekauft wird über den Kaufen-Button mit integrierten Versandmethoden, die der Käufer bezahlt, die Auszahlung erfolgt automatisch 14 Tage nach der Zustellung. Pro-Verkäufer treten als Unternehmer auf, das bringt Pflichtangaben, ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Neuware und Rechnungspflichten mit sich. Das Kammergericht Berlin hat im Dezember 2025 untersagt, den kostenpflichtigen Käuferschutz voreinzustellen, das Urteil ist laut Marktberichten noch nicht rechtskräftig.

Hinweise

Vinted eignet sich für Vintage, Re-Commerce, Restposten und Marken mit Second-Hand-Linie, weniger für klassische Neuware im Standardsortiment. Gewerblich Verkaufende müssen ein Pro-Konto nutzen und Unternehmerpflichten erfüllen. Die Registrierungsseite von Vinted nennt für Pro-Konten nur bestimmte Länder, ob ein Unternehmen mit Sitz in Österreich als Pro-Verkäufer zugelassen wird, ist deshalb vorab bei Vinted zu klären. Bei Elektronik verlangt Vinted Pro Deutschland laut Marktberichten seit Jänner 2026 eine zusätzliche WEEE-Registrierung.

Quellen

https://www.vinted.de/help/918-vinted-als-pro-verkaufer-nutzen|https://www.vinted.de/help/906-registrierung-als-pro-verkaufer|https://www.vintagelab.org/blog/vinted-pro-deutschland-2026|https://www.vintagelab.org/blog/vinted-gebuehren|https://en.wikipedia.org/wiki/Vinted

Zuletzt aktualisiert: 20.9.2026

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C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

G
Plattform

Google Merchant Center

Das Google Merchant Center ist das kostenlose Werkzeug, über das Händler Produktdaten an Google übergeben, damit ihre Produkte im Shopping-Tab, in der Google-Suche und in weiteren Google-Diensten erscheinen. Kostenlose Produkteinträge gibt es in Deutschland seit Oktober 2020, die Erstellung eines Kontos und der Upload sind gebührenfrei, Kosten entstehen nur bei bezahlten Shopping-Anzeigen über ein verknüpftes Google-Ads-Konto. Seit September 2024 ist Merchant Center Next die verbindliche Oberfläche. Die Ausrichtung ist international, Versandeinstellungen sind unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz Pflicht, und Preisvergleichsportale können in diesen Ländern Shopping-Anzeigen im Namen von Händlern schalten. Das Sortiment ist branchenübergreifend, gekauft wird auf der Website des Händlers, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Der Feed kann als CSV, XML oder TXT oder über die Content API geliefert werden, Händler mit stationärem Geschäft können Local Inventory Ads nutzen. Das Merchant Center liefert außerdem die Datenbasis für Performance Max und das YouTube Shopping-Affiliate-Programm.