Plattformkompetenz

Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

Hinweise

Ein Start aus Österreich läuft über Amazon.de und braucht in der Regel eine deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, sobald Ware in deutschen Logistikzentren liegt. FBA eignet sich vor allem für schnelldrehende Standardartikel, Eigenversand (FBM) für sperrige oder sehr günstige Ware, viele Händler fahren beides parallel. Wer eine eigene Marke führt, sollte früh die Brand Registry nutzen und A+ Content sowie Sponsored Products einplanen. Amazon passt die Gebühren jährlich an, deshalb vor jeder Kalkulation die aktuellen Tarife in Seller Central prüfen (Stand September 2026).

Quellen

https://www.aboutamazon.de/news/company-news/aus-der-schweiz-bei-amazon-bestellen-das-musst-du-wissen,https://elektro.at/2026/09/14/oesterreichs-onlinehandel-eine-neue-phase-der-internationalisierung-konzentration-und-marktbereinigung/,https://www.gabot.de/ansicht/oesterreich-onlinehandel-erreicht-rekordniveau-441191.html,https://www.repricer.com/de/blog/amazon-verkaeufer-gebuehren/,https://onfidence.at/amazon-seller-leitfaden

Zuletzt aktualisiert: 20.9.2026

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Lösungen für Amazon-Nutzer

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C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.