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Wie funktioniert FBA bei Amazon?

FBA steht für Fulfillment by Amazon und bedeutet, dass du deine Ware an Amazon-Lager schickst und Amazon von dort aus Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Kundenservice für dich übernimmt.

Für Händler ist FBA attraktiv, weil FBA-Produkte automatisch für Amazon Prime qualifiziert sind und dadurch oft besser ranken und häufiger gekauft werden. Du zahlst Lager- und Abwicklungsgebühren, sparst aber eigene Logistikkosten und Personalaufwand für den Versand.

Praxisbeispiel: Ein Spielzeughändler schickt 200 Einheiten seines Bestsellers an ein Amazon-Fulfillment-Center in Leipzig. Sobald die Ware eingebucht ist, erscheint das Prime-Abzeichen am Listing und die Conversion Rate steigt spürbar.

Wichtig zu wissen: Behalte deine Lagerbestände im Blick, weil Amazon bei dauerhaft gelagerter Ware nach 365 Tagen Langzeitlagergebühren berechnet.

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Passende Anbieter

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

Q
Logistik

Quivo

Quivo ist ein Fulfillment-Dienstleister mit Hauptquartier am Wiener Hauptbahnhof und, laut Eigenangabe, Europas größter D2C-Fulfillment-Anbieter für über 1.450 Marken. Das größte österreichische Fulfillment Center liegt in Enzersdorf an der Fischa direkt am Flughafen Wien-Schwechat, in Deutschland betreibt Quivo Standorte in Wetzlar in Hessen und Kösching in Bayern, dazu kommen Center in Frankreich, Großbritannien, den USA und der Golfregion, insgesamt acht eigengeführte Standorte. Die Ausrichtung ist international mit Fokus auf DACH. Der Quivo Connector bündelt Bestände, Bestellungen, Sendungen und Retouren in einem Dashboard und bindet über 40 Shop- und ERP-Systeme an, darunter Shopify, WooCommerce, Shopware, Amazon FBM, TikTok Shop, Otto, Kaufland, Billbee und xentral. Versandt wird im Multi-Carrier-Modell, genannt werden DHL, DPD, GLS, UPS und FedEx. Retouren werden fotodokumentiert, geprüft und klassifiziert, dazu kommen Chargen-Tracking und B2B-Fulfillment. Typische Branchen sind Fashion, Beauty, Supplements, Schmuck, Elektronik und Parfum.

B
Logistik

byrd

byrd ist ein 2016 in Wien gegründeter Fulfillment-Anbieter, der Logistik mit eigener Software verbindet und E-Commerce-Marken den Zugang zu einem europäischen Lagernetzwerk bietet. Genannt werden Lager in Deutschland, Österreich, Frankreich und Großbritannien, frühere Berichte nennen auch die Niederlande, Italien und Spanien. Das Modell beruht auf einem dezentralen Netzwerk aus Logistikpartnern, die die byrd-Software als Lagerverwaltungssystem nutzen. Angeboten werden Lagerung, Pick and Pack mit individuell gebrandeter Verpackung, Versand über mehr als 20 Paketdienste, Zollabwicklung, ein Self-Service-Retourenportal und Seller Fulfilled Prime für Amazon. Laut byrd senkt die Adressvalidierung die Retouren im Schnitt um 20 bis 40 Prozent. Die Anbindung läuft unter anderem über Shopify, Shopware, WooCommerce, PlentyONE, Xentral, Amazon FBM, Billbee, ChannelEngine, Mirakl und eBay. Die Zielgruppe reicht von Start-ups bis zu Enterprise-Kunden mit 1.000 bis über 100.000 Bestellungen pro Monat. Ein Wettbewerbsvergleich von Quivo hält fest, dass byrd die Lager nicht selbst betreibt und das deutsche Lagernetz auf einen Partnerstandort in Halle konsolidiert hat.

G
Marktplatz

Galaxus

Galaxus ist das Online-Warenhaus der Digitec Galaxus AG, die zur Migros-Gruppe gehört, und laut PlentyONE (2026) mit einem Plattformumsatz von rund 3,76 Milliarden Schweizer Franken und etwa 5 Millionen aktiven Käufern der größte Onlinehändler der Schweiz. Der Schweizer Marktplatz besteht seit 2016, Deutschland kam im Januar 2023 hinzu, eigene Shops betreibt Galaxus außerdem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Der Marktplatz für Drittanbieter ist laut Marktberichten für die Schweiz und Deutschland offen und zählt über 1.000 angebundene Händler. Die Ausrichtung ist bewusst selektiv und kuratiert: Händler bewerben sich, durchlaufen eine Potenzialanalyse und Testbestellungen und müssen ihren Shop per API anbinden. Das Sortiment reicht von Elektronik über Wohnen, Haushalt, Sport und Spielzeug bis zu Beauty. Verkauft wird an Endkunden (B2C), zusätzlich existiert ein B2B-Retail-Modell, bei dem Galaxus die Ware selbst einkauft. Es gibt keine Grund- oder Setup-Gebühr, nur eine kategorieabhängige Provision, die je nach Quelle zwischen 7 und 20 Prozent liegt. Voraussetzung sind ein Gewerbe mit Umsatzsteuer-ID und ein Lager in der EU oder der Schweiz.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

Z
Marktplatz

Zalando

Zalando ist Europas große Plattform für Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty und erreicht laut Unternehmensangaben über 50 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Ländern. In Österreich zählt Zalando laut Handelsverband und ECDB (E-Commerce Report 2025) zu den umsatzstärksten Onlinehändlern, inklusive Partner-Marktplatz lag der Umsatz 2024 bei rund 606 Millionen Euro, der Marktanteil beträgt laut RegioData (2026) etwa 3,7 Prozent. Die Ausrichtung ist stark international, mit Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Zugang zu vielen weiteren Märkten. Das Sortiment ist auf Fashion und Lifestyle spezialisiert, im Mittelpunkt steht das Endkundengeschäft (B2C), die Zusammenarbeit mit Marken läuft im Wholesale als B2B-Geschäft. Marken und Händler können zwischen Wholesale (Zalando kauft die Ware), dem Partner Program (Verkauf im eigenen Namen über die Plattform) und Connected Retail für stationäre Händler wählen. Der Zugang erfolgt seit 2023 nur auf Einladung. Es fällt eine Basisgebühr von 480 Euro pro Jahr an, dazu eine Provision von 5 bis 25 Prozent je nach Kategorie und Preissegment. Seit 2025 gehört auch About You zur Zalando Group.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

E
Marktplatz

eBay

eBay ist einer der ältesten Onlinemarktplätze im DACH-Raum und zählt laut Handelsverband in Österreich zu den drei größten Marktplätzen, RegioData Research beziffert den Marktanteil am österreichischen Onlinehandel mit rund 4,1 Prozent (2026). Die Ausrichtung ist international: eBay betreibt länderspezifische Websites wie eBay.de und eBay.at, und Verkäufer erreichen mit internationalem Versand oder eigenen Angeboten auf anderen Länderseiten laut eBay bis zu 134 Millionen potenzielle Käufer. Das Sortiment ist breit und besonders stark bei Neuware, gebrauchten und generalüberholten Artikeln, Sammlerstücken, Ersatzteilen und Nischenprodukten. Im Kern richtet sich eBay an Endkunden (B2C) und Privatverkäufer (C2C), ein ausgewiesener B2B-Marktplatz ist es nicht. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine kategorieabhängige Verkaufsprovision von etwa 5 bis 16 Prozent auf den Gesamtbetrag inklusive Versand, dazu eine Fixgebühr von 0,35 Euro pro Bestellung (0,45 Euro bei Bestellungen über 10 Euro). Seit 1. Juli 2026 gilt in vielen Kategorien ein einheitlicher Provisionssatz statt der bisherigen Staffelung, für gebrauchte und generalüberholte Ware sind es einheitlich 5 Prozent. Optional gibt es Shop-Abonnements mit Angebotskontingent.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

S
Marktplatz

shöpping.at

shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

M
Marktplatz

MediaMarkt Saturn Marketplace

Der MediaMarktSaturn Marketplace ist der Drittanbieter-Marktplatz der Elektronikhändler MediaMarkt und Saturn, die zur Ceconomy gehören und sich selbst als Europas Nummer 1 im Bereich Consumer Electronics bezeichnen. Laut Betreiber stehen mehr als 21 Millionen potenzielle Kunden und mehr als 65 Millionen Unique Visits pro Monat auf zwei der Top-10-Onlineshops in Deutschland dahinter. Den Marktplatz gibt es seit 2020, er läuft auf der Mirakl-Technologie und wird schrittweise auf weitere Länder ausgeweitet, für Deutschland und Österreich gibt es eigene Händlerformulare. Das Sortiment liegt im Kern bei Consumer Electronics und Haushaltsgeräten, verkauft wird an private Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist kuratiert, Händler bewerben sich und müssen Anforderungen an Produktdaten, Lieferzeiten und Kundenservice erfüllen. Die Konditionen umfassen einen Monatsbeitrag von 39 Euro netto, eine nicht öffentlich ausgewiesene Provision, kostenlose Produktlistung und jederzeitige Kündbarkeit. Angebunden wird über Excel- und CSV-Vorlagen, per API oder über Integratoren, der Go-live soll in unter zwei Wochen möglich sein. Die Übernahme von Ceconomy durch JD.com ist angekündigt und steht laut Medienberichten vor der Freigabe.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

Ö
Logistik

Österreichische Post

Die Österreichische Post AG ist das größte Post- und Logistikunternehmen Österreichs und stellte 2025 allein im Inland 232 Millionen Pakete zu, im Dezember wurden Tageshöchstwerte von bis zu 1,65 Millionen Paketen erreicht. Im Juli 2026 zählte das Standortnetz 327 eigenbetriebene Filialen, 1.353 Postpartner, 57 Selbstbedienungsfilialen und 1.263 freistehende Poststationen, bis Ende 2026 sollen es über 3.100 Standorte werden. Geschäftskunden nutzen unter anderem Paket Premium, das Versandsystem Post-Labelcenter, Retourenlösungen, Wunsch-Poststation und Wunsch-Postfiliale als Zustelladresse sowie internationale Pakete, die Gruppe ist zudem in Südost- und Osteuropa und der Türkei aktiv. Die Post beliefert überwiegend Endkunden (B2C) und bedient über Paket Premium auch B2B. Aus Sicht deutscher Unternehmen ist die Tochter Austrian Post International Deutschland in Bonn der Einstieg: Paket AT bringt Sendungen von Deutschland nach Österreich laut Anbieter in zwei Tagen von der Abholung bis zur Zustellung, für Pakete bis 31,5 Kilogramm mit Track and Trace sowie Sendungsstopp und Umroutung. Laut Sendcloud stellt die Post außerdem den Großteil der DHL Pakete in Österreich zu.

D
Logistik

DHL Paket

DHL Paket ist der Paketdienst von Post und Paket Deutschland innerhalb der DHL Group und bildet das Rückgrat des innerdeutschen Onlinehandels. Laut Geschäftsbericht 2025 umfasst das stationäre Annahme- und Verkaufsnetz rund 41.000 Standorte, darunter Packstationen und Poststationen, das Unternehmen bezeichnet es als dichtestes Netz von Paketannahme- und Abgabestellen in Deutschland. Geschäftskunden versenden B2C und B2B, national und international, DHL Paket International erreicht über 220 Länder und Gebiete. Für Österreich gibt es DHL Paket Austria, das Pakete aus Österreich in 26 europäische Länder im integrierten Zustellnetz befördert, inklusive Online-Rücksendung und Beilegerlösung, im Inland stellt laut Sendcloud seit 2020 die Österreichische Post den Großteil der DHL Pakete zu. Für große europäische E-Commerce-Kunden mit mehr als 3.000 Paketen im Jahr bietet DHL eCommerce die Lösung Parcel Connect, die DHL mit inländischen Zustellpartnern verbindet, samt Zugang zu rund 140.000 ServicePoints in Europa. Im Standardversand von DHL Paket Austria sind Pakete bis 31,5 Kilogramm möglich, die Anbindung läuft über APIs und webbasierte Versandoptionen.

G
Logistik

GLS

GLS (General Logistics Systems) ist ein Paket- und Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Amsterdam und in rund 40 Ländern in Europa und Nordamerika aktiv. Das Netzwerk besteht aus Depots, Hubs und Paketshops, der Schwerpunkt liegt auf dem grenzüberschreitenden Paketversand in Europa. In Österreich betreibt GLS nach Angaben von paketcheck.at rund 2.300 GLS Points, davon etwa 930 PaketShops im Handel und etwa 1.370 PaketBoxen. Mit dem FlexDeliveryService können Empfänger Ort und Zeit der Zustellung steuern, etwa eine Abstellgenehmigung erteilen oder in einen PaketShop oder eine PaketBox umleiten. In Deutschland bietet GLS Express-Lieferung zum nächsten Werktag, auf Wunsch auch samstags, und mit GlobalParcel einen weltweiten Paketversand. Für Sendungen in die Schweiz gibt es mit Swiss Post GLS eine Lösung mit verzollter Lieferung (DDP). GLS bedient Geschäftskunden mit hohem Paketvolumen ebenso wie gelegentliche Versender und Privatkunden, die Zustellung erfolgt überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf nachhaltiger Logistik, alternativen Zustellkonzepten und digitalen Services.

D
Logistik

DPD

DPD gehört zur Geopost-Gruppe der französischen La Poste und ist in Deutschland und Österreich einer der großen Paketdienste. DPD Deutschland mit Sitz in Aschaffenburg nennt rund 10.300 Pickup Paketshops, den Zustelldienst Predict mit zweistündigem Zeitfenster und Live-Tracking, Abstell-Okay, Retoure per Fingertipp, Gefahrgutversand und mit DPD Fulfillment auch Logistiklösungen aus einer Hand. DPD Austria wurde 1988 als erster privater Paketdienst gegründet und gehört den Speditionen Gebrüder Weiss, Lagermax und Schachinger sowie der Geopost. 2025 bewegte DPD Austria rund 64,6 Millionen Pakete, betreibt 16 Depots und rund 3.300 Pickup Standorte und liefert national in der Regel innerhalb von 24 Stunden, international in 49 Länder. Die Ausrichtung ist national und europäisch, das Unternehmen positioniert sich in Österreich als Marktführer im B2B-Segment und bedient über Pickup Shops und die myDPD-App auch Privatkunden. Geopost gibt Zugang zu rund 132.000 Pickup Standorten, Retouren lassen sich über das Netz der Paketshops und Paketstationen abwickeln.

S
Logistik

sendcloud

Sendcloud ist eine Versandplattform für Onlineshops mit Hauptsitz in Eindhoven in den Niederlanden und laut Eigenangabe mehr als 30.000 Unternehmen als Kunden. Die Software ist kein Paketdienst und kein Lager, sondern bündelt mehr als 160 Paketdienste in einer Oberfläche, Händler können eigene Verträge hinterlegen oder vorverhandelte Konditionen nutzen. Sie deckt den Weg vom Checkout bis zur Retoure ab: Zustelloptionen wie Wunschtag, Same-Day oder Service Point im Checkout, gebrandete Tracking-Updates per E-Mail, WhatsApp oder SMS, ein mehrsprachiges Retourenportal und automatisch erstellte Zollformulare für internationale Sendungen. Über mehr als 100 Integrationen und eine Multi-Carrier-API lassen sich Shopsysteme, Marktplätze, WMS und ERP anbinden. Für Marktplätze sowie 3PL- und 4PL-Anbieter gibt es Enterprise-Lösungen mit zentraler Verwaltung mehrerer Kundenkonten. Laut Sendcloud sitzen die Kunden vor allem in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Österreich, für Österreich gibt es eine eigene Länderseite. Genutzt wird die Plattform im D2C ebenso wie im B2B.

H
Logistik

Hermes

Hermes Germany ist auf die Zustellung an Privatkunden spezialisiert und wickelt den B2C- und C2C-Paketversand über neun Logistik-Center, rund 45 Depots und zahlreiche Partnerstandorte ab, hinzu kommen über 17.000 PaketShops in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden laut Hermes über 96 Prozent aller Pakete beim ersten Zustellversuch abgeliefert. Der internationale Versand erreicht rund 25 Länder Europas, Hermes EuroParcel bietet dafür ein spezialisiertes B2C-Netzwerk. In Österreich unterhält Hermes mit über 1.600 PaketShops nach eigener Aussage das größte postunabhängige Netzwerk von Annahmestellen für Retouren des Versandhandels und für den privaten Paketversand, viele Versandhäuser nutzen die Shops als alternative Zustelladresse. Die Österreichische Post listet Hermes PaketShops bei der Wunsch-Postfiliale als Zustellort. Geschäftskunden nutzen myHermes Business mit Sendungsverwaltung, Livetracking für die Haustürzustellung und Paketankündigung. Die Ausrichtung liegt klar auf B2C und Retouren, reine B2B-Lieferungen zwischen Unternehmen sind nicht der Schwerpunkt. Nach Österreich läuft die Zustellung laut Vergleichsportalen über Hermes-Verteilzentren und Partner wie die Österreichische Post oder DPD.

D
Logistik

Die Schweizerische Post

Die Schweizerische Post ist laut Asendia der beliebteste Versanddienstleister in der Schweiz und betreibt dort das größte Netzwerk an Abholorten. Im Inland sind PostPac Priority mit Zustellung in der Regel am nächsten Werktag und PostPac Economy mit Zustellung innerhalb von zwei Werktagen die Standardprodukte, Sperrgut und Rücksendungen gehören zum Angebot, Sonderkonditionen setzen ein Geschäftskundenverhältnis voraus. Für den grenzüberschreitenden Handel wichtig ist, dass die Schweiz weder EU noch Zollunion angehört: Jede Sendung braucht eine Zollanmeldung, IOSS und OSS gelten nicht. Die Post bietet dafür PostPac International und internationale Kleinsendungen, für verzollte Lieferung (DDP) gibt es Swiss Post GLS und URGENT. Asendia by Swiss Post, ein Gemeinschaftsunternehmen mit La Poste, liefert Pakete für Onlinehändler über Entry Points in Zürich und Genf innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft zu, Kunden bringen Retouren zu über 3.900 Drop-Off-Points in der Schweiz. Die Ausrichtung ist national mit internationalem Zugang, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Für Händler aus Deutschland und Österreich ist die Post der wichtigste Zugang zum Schweizer Markt.

D
Logistik

DHL Express

DHL Express ist der internationale Expressdienst der DHL Group und bietet zeitdefinierte Tür-zu-Tür-Zustellung in über 220 Ländern und Gebieten. Laut Eigenangabe sind mehr als 100.000 Certified International Specialists im Einsatz, dazu kommt Zollexpertise, die Sendungen beim Grenzübertritt beschleunigen soll. Die Ausrichtung ist klar international, in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Geschäftskunden über eigene Länderseiten betreut. Angeboten werden Zustellung am selben Tag, am nächsten Werktag und über Nacht, für Österreich nennt Sendcloud die Produkte Domestic, Domestic Premium, Economy Select über das Straßennetzwerk in 31 Länder und Gebiete sowie Worldwide, jeweils bis 70 Kilogramm. Für schwere und palettierte Sendungen gibt es Heavyweight-Express. Sendungen werden über MyDHL+, APIs oder Shop-Integrationen erstellt, mit On Demand Delivery können Empfänger Zustellort und Zeitpunkt ändern, eine Zweitzustellungsplattform soll fehlgeschlagene Zustellversuche verringern. Das Angebot richtet sich an B2B und B2C, ein Business-Konto lässt sich online per Kreditkarte oder nach Beratung auf Rechnung eröffnen.