Plattformkompetenz

Logistik

Die Schweizerische Post

Die Schweizerische Post ist laut Asendia der beliebteste Versanddienstleister in der Schweiz und betreibt dort das größte Netzwerk an Abholorten. Im Inland sind PostPac Priority mit Zustellung in der Regel am nächsten Werktag und PostPac Economy mit Zustellung innerhalb von zwei Werktagen die Standardprodukte, Sperrgut und Rücksendungen gehören zum Angebot, Sonderkonditionen setzen ein Geschäftskundenverhältnis voraus. Für den grenzüberschreitenden Handel wichtig ist, dass die Schweiz weder EU noch Zollunion angehört: Jede Sendung braucht eine Zollanmeldung, IOSS und OSS gelten nicht. Die Post bietet dafür PostPac International und internationale Kleinsendungen, für verzollte Lieferung (DDP) gibt es Swiss Post GLS und URGENT. Asendia by Swiss Post, ein Gemeinschaftsunternehmen mit La Poste, liefert Pakete für Onlinehändler über Entry Points in Zürich und Genf innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft zu, Kunden bringen Retouren zu über 3.900 Drop-Off-Points in der Schweiz. Die Ausrichtung ist national mit internationalem Zugang, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Für Händler aus Deutschland und Österreich ist die Post der wichtigste Zugang zum Schweizer Markt.

Hinweise

Für Händler aus Deutschland und Österreich ist die Schweiz kein EU-Markt, jedes Paket braucht eine Zollanmeldung mit vollständigen Daten. Schweizer Kunden erwarten verzollte Lieferung und einfache Retouren, dafür sind DDP-Lösungen und Rückgabepunkte in der Schweiz ein Vorteil. Wer ohne eigenes Lager in der Schweiz liefern will, prüft Asendia by Swiss Post mit Entry Points in Zürich und Genf. Für Sendungen innerhalb der Schweiz sind PostPac Priority und Economy die Standardprodukte.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 4.11.2026

Wiki zum Thema

Wann lohnt sich Amazon für kleine Händler?

Amazon lohnt sich für kleine Händler besonders dann wenn sie Produkte mit ausreichender Nachfrage, klaren Alleinstellungsmerkmalen oder einer Nischenpositionierung anbieten, die si…

Wann lohnt sich ein professioneller Fotograf für Amazon-Produktbilder?

Ein professioneller Produktfotograf lohnt sich bei Amazon dann wenn das Produkt hochpreisig ist, in einem stark umkämpften Segment verkauft wird oder wenn die Bildqualität der Konk…

Was ist ein Flat File bei Amazon und wofür brauche ich ihn?

Ein Flat File ist eine Excel- oder CSV-Datei in einem von Amazon definierten Format, die es erlaubt viele Listings gleichzeitig hochzuladen oder zu bearbeiten, anstatt jedes Produk…

Was ist eine Amazon-Retoure und wie läuft sie ab?

Eine Amazon-Retoure ist die Rücksendung eines bereits gekauften Produkts durch den Käufer, und Amazon ermöglicht Käufern standardmäßig eine 30-tägige Rückgabefrist für die meisten …

Was ist FBM bei Amazon?

FBM steht für Fulfillment by Merchant und beschreibt den Versandweg, bei dem du als Händler Lagerung, Verpackung und Versand deiner Amazon-Bestellungen vollständig selbst übernimms…

Welche Gebühren fallen bei Amazon für Händler an?

Amazon berechnet Händlern verschiedene Gebühren: die monatliche Grundgebühr für den Professional-Account, kategorieabhängige Verkaufsprovisionen zwischen 7 und 15 Prozent und bei F…

Wie fotografiere ich Produkte selbst für Amazon?

Für professionelle Amazon-Produktfotos brauchst du kein teures Studio: Ein Smartphone mit guter Kamera, eine weiße Pappe oder ein weißes Tuch als Hintergrund, zwei günstige Softbox…

Wie funktioniert FBA bei Amazon?

FBA steht für Fulfillment by Amazon und bedeutet, dass du deine Ware an Amazon-Lager schickst und Amazon von dort aus Lagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Kundenserv…

Wofür steht SKU bei Amazon?

SKU steht für Stock Keeping Unit und ist eine interne Artikelnummer, die du selbst vergibst, um deine Produkte in Seller Central eindeutig zu identifizieren und von anderen Variant…

Lösungen für Die Schweizerische Post-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

W
Software

weclapp

weclapp ist eine cloudbasierte ERP- und CRM-Plattform der weclapp SE mit Sitz in Frankfurt am Main und einem weiteren Standort in Marburg. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und bietet die Plattform seit 2013 als Software as a Service an. Die Lösung verbindet Kundenverwaltung, Angebots- und Auftragsabwicklung, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung und Rechnungswesen in einer Anwendung, sodass Vertrieb, Lager und Buchhaltung mit denselben Daten arbeiten. Die Software wird für Dienstleister, Agenturen, Großhändler und Onlinehändler eingesetzt, wobei die Funktionen für den Handel unter anderem Lagerführung, Produktion und Anbindungen an Shopsysteme und Marktplätze umfassen. Die Rechenzentren stehen in Deutschland. Seit September 2022 gehört weclapp zur Exact Group, die wiederum von Finanzinvestoren getragen wird, die Marke und die Produkte werden weitergeführt. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte das Unternehmen mehr als 7.000 Kunden.

B
Software

Billbee

Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.

X
Software

Xentral

Xentral ist eine cloudbasierte ERP-Software der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg, die sich auf E-Commerce, B2B und Handel im Mittelstand konzentriert. Das System verwaltet Aufträge, Lagerbestände, Zahlungen, Versand und Unternehmensdaten an einer Stelle und läuft nach Herstellerangaben bei über 1.800 kleinen und mittleren Unternehmen. Shopsysteme, Marktplätze, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter lassen sich über Standardschnittstellen oder eine eigene Middleware namens Connect anbinden, wodurch Xentral als zentrale Drehscheibe für Daten und Prozesse dient. Der Aufbau ist modular, sodass Unternehmen mit den Funktionen starten, die sie tatsächlich brauchen, und später weitere Bereiche wie Beschaffung, Buchhaltung oder Fulfillment ergänzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Benedikt und Claudia Sauter, die das System ursprünglich für den eigenen Onlinehandel entwickelt haben. Mit der Plattformerneuerung Next Gen hat Xentral zuletzt die technische Basis überarbeitet.

T
Plattform

TikTok Shop

TikTok Shop ist der Social-Commerce-Marktplatz von TikTok, auf dem Marken und Händler Produkte direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping und einen eigenen Shop-Tab verkaufen. In Deutschland ist der Dienst seit März 2025 aktiv und erzielte laut NIQ schon nach einem Jahr mehr als 700 Millionen Euro Jahresumsatz, in Österreich läuft der Verkauf seit 15. Juni 2026, die Händlerregistrierung war ab 1. Juni möglich. Die Ausrichtung ist international: Mit der Funktion Sell Across Europe verkaufen Händler mit einer Registrierung in alle EU-Märkte, in denen TikTok Shop verfügbar ist, und können Logistikpartner von TikTok nutzen. Das Sortiment lebt von erklärbaren, visuell starken Produkten wie Beauty, Mode, Lebensmitteln, Accessoires und Gadgets, verkauft wird an Endkunden (B2C). Creator bewerben Produkte über ein integriertes Affiliate-Programm gegen Provision. Die Registrierung ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Seit 8. Jänner 2026 beträgt die Verkaufsprovision in Deutschland und vier weiteren EU-Märkten 9 Prozent (Elektronik 7 Prozent), neue Händler zahlen 60 Tage lang 4 Prozent, dazu kommt eine Zahlungsgebühr von rund 2 Prozent.

E
Software

Ecwid by Lightspeed

Ecwid ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Händler Verkaufsfunktionen in bestehende Websites einbauen oder eigenständige Shops erstellen. Das Unternehmen wurde 2009 von Ruslan Fazlyev gegründet und 2021 vom kanadischen Kassen- und Commerce-Anbieter Lightspeed übernommen, daher der Zusatz by Lightspeed. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte Lightspeed mehr als 130.000 zahlende Kunden in über 100 Ländern. Händler können über Ecwid nicht nur im eigenen Shop verkaufen, sondern auch über Social Media und digitale Marktplätze, wobei zum Beispiel eine Partnerschaft mit TikTok bestand. Durch die Verbindung mit Lightspeed lässt sich der Onlineshop mit dem Kassensystem für Ladengeschäfte verknüpfen. Ecwid richtet sich an kleine Unternehmen, die schnell und ohne große Technik online verkaufen oder ihre vorhandene Website um einen Shop ergänzen möchten.

W
Software

WooCommerce

WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin, das aus einer WordPress-Website einen Onlineshop macht. Es wurde 2011 von der Designfirma WooThemes als erstes eigenes Plugin veröffentlicht und gehört seit 2015 zu Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress.com. Der Kern ist kostenlos und steht unter der GPL-Lizenz, Funktionen wie Zahlungen, Versand, Buchungen oder Abonnements kommen über Erweiterungen hinzu. Hinter der Marke steht heute das Unternehmen Woo mit mehr als 400 Teammitgliedern, die vollständig remote arbeiten. Weil WooCommerce auf WordPress aufsetzt, lassen sich Inhalte und Shop eng verbinden, was für Händler mit starkem Content oder SEO-Fokus attraktiv ist. In Deutschland läuft WooCommerce nach Zählung von Storeleads auf einer ähnlichen Zahl von Shops wie Shopify. Hosting, Sicherheit und Updates liegen dabei in der Verantwortung des Betreibers oder seiner Agentur.

B
Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.

J
Software

JTL-Shop

JTL-Shop ist das Shopsystem der JTL-Software-GmbH aus Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen, die 2008 gegründet wurde und im deutschsprachigen Raum nach eigenen Angaben über 50.000 Kunden hat. Das Besondere ist die enge Verbindung mit der Warenwirtschaft JTL-Wawi, über die Artikel, Kategorien, Bestände und Aufträge gepflegt und mit dem Shop synchronisiert werden. Damit eignet sich JTL-Shop vor allem für Händler, die ihre Prozesse ohnehin in der JTL-Welt abbilden. Aktuell ist JTL-Shop 5 im Einsatz, den Aufbau der Seiten unterstützt der OnPage Composer, weitere Funktionen kommen über Plugins. Es gibt verschiedene Lizenzen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Zum Ökosystem gehören außerdem Marktplatzanbindungen, Lagerverwaltung und ein Kassensystem, sodass sich Onlineshop, Marktplätze und Ladengeschäft gemeinsam steuern lassen.

Z
Marktplatz

zooplus

zooplus ist ein 1999 gegründeter Onlinehändler für Heimtierbedarf mit Sitz in München und laut eigener Darstellung Onlineshops in mehr als 27 europäischen Ländern, darunter eine eigene Seite für Österreich. Im August 2026 hat zooplus in Deutschland einen Marktplatz gestartet, der das Sortiment um rund 10.000 zusätzliche Produkte erweitert, etwa 65 Prozent davon im Heimtierzubehör, etwa Schlafplätze, Transportlösungen, Spielzeug und Pflegeprodukte. Nach Deutschland und Frankreich plant zooplus eine schrittweise Ausweitung auf weitere Länder. Für Kunden ändert sich am Einkauf nichts, die Produkte der Drittanbieter sind im bestehenden Shop integriert. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Konkrete Marken, Händler oder Warengruppen nennt das Unternehmen nicht, zooplus setzt auf Künstliche Intelligenz, um Produktinformationen wie Größe oder Farbe zu ergänzen. Der Zubehör-Schwerpunkt bietet Raum für Nischenmarken und kleinere Hersteller, die zooplus nicht selbst einkauft und lagert.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

T
Plattform

TikTok

TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

O
Software

OpenCart

OpenCart ist eine kostenlose Open-Source-Software zum Aufbau und Betrieb von Onlineshops, entwickelt von der in Hongkong ansässigen OpenCart Limited. Das Projekt wurde ab 2005 vom britischen Entwickler Daniel Kerr auf Basis einer abgelaufenen Domain neu aufgebaut und in PHP umgesetzt, die erste stabile Version erschien 2009. Die Software steht unter der GPLv3-Lizenz und bringt ein Admin-Panel, Benutzerrollen, Rabatt- und Gutscheinsystem sowie unbegrenzte Produkte und Kategorien mit. Zusätzliche Funktionen kommen über einen Marktplatz mit Erweiterungen und Themes hinzu. Laut Wikipedia hat OpenCart eine große weltweite Verbreitung, besonders in Asien, im deutschsprachigen Raum spielt es dagegen eine kleinere Rolle. Die Software wird selbst gehostet und eignet sich für Händler mit technischem Know-how oder einer betreuenden Agentur.

P
Software

PrestaShop

PrestaShop ist ein Open-Source-Shopsystem, das 2005 als Studentenprojekt an der Informatikschule EPITECH in Paris begann und seit 2007 von der Firma PrestaShop SA vermarktet wird. Gegründet wurde das Unternehmen von Igor Schlumberger und Bruno Lévêque. Die Software steht unter der Open Software License, ist in rund 60 Sprachen verfügbar und wird nach Herstellerangaben von etwa 250.000 Shops genutzt, vor allem in Europa und Lateinamerika. Der Funktionsumfang lässt sich über einen großen Marktplatz mit Modulen und Themes erweitern, zusätzlich bietet das Unternehmen Zahlungs- und Marketingmodule sowie Hosting an. PrestaShop wird selbst gehostet oder über einen Hosting-Anbieter betrieben und eignet sich für Händler, die ein flexibles, kostenlos nutzbares System mit internationaler Ausrichtung suchen und bereit sind, Betrieb und Wartung selbst zu organisieren.

P
Software

Pickware

Pickware ist eine Software der Pickware GmbH aus Darmstadt, die ERP, Lagerverwaltung, Kassensystem und Produktinformationsmanagement für Onlinehändler vereint. Bekannt wurde das Unternehmen als native Warenwirtschaft für Shopware, bei der die Software als Erweiterung direkt im Shop läuft und dieselbe Datenbank nutzt, sodass keine Synchronisation zwischen Shop und Warenwirtschaft nötig ist. Inzwischen steht Pickware auch für Shopify zur Verfügung und verwaltet dort Bestellungen, Produkte, Bestände, Retouren und Lieferantenbestellungen zentral. Mobile Barcodescanner unterstützen Kommissionierung und Versand im Lager, ein Kassensystem verbindet den Onlineshop mit dem Ladengeschäft nach dem Omnichannel-Prinzip. Die Software richtet sich an Händler, die ihren Shop auf Shopware oder Shopify betreiben und Lager, Versand und Kasse mit einer durchgängigen Lösung steuern möchten, ohne ein separates System für die Warenwirtschaft einzuführen.

G
Software

Gambio

Gambio ist ein deutsches Shopsystem der Gambio GmbH aus Bremen, die 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno in Oldenburg gegründet wurde. Das System gibt es als Cloud-Lösung, bei der Gambio Hosting und Updates übernimmt, und als selbst gehostete Variante. Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 25.000 Shops mit Gambio im Einsatz, angebunden an Marktplätze, Zahlungssysteme, Warenwirtschaften und Versanddienstleister. Die Shoplösung wurde von der IT-Recht Kanzlei als geprüftes Shopsystem eingestuft, was für die rechtssichere Einrichtung in Deutschland ein Argument ist. Gambio gehört zur Unternehmensgruppe Ecommerce One, zu der auch die Multichannel-Lösungen Afterbuy und DreamRobot zählen, und arbeitet technisch eng mit diesen zusammen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Händler, die ein deutsches System mit gutem Support suchen.

L
Plattform

LinkedIn

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.

P
Software

PlentyONE (ehemals plentymarkets)

PlentyONE ist eine cloudbasierte E-Commerce-ERP-Plattform der plentysystems AG mit Sitz in Kassel, die 2006 unter dem Namen plentymarkets gegründet wurde und heute als PlentyONE auftritt. Die Software bündelt Produktdaten, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kanalanbindung in einem System, sodass Händler Bestände, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg zentral steuern. Nach Herstellerangaben sind über 150 Marktplätze und Plattformen angebunden, dazu kommen ein eigenes Shopsystem als Progressive Web App, ein Kassensystem für den stationären Handel und ein Order-Management-System, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Die Funktionen werden über Editionen gestaffelt, die unter den Namen Lite, Lite+, Expand und Scale auf unterschiedliche Unternehmensphasen ausgerichtet sind. Seit November 2024 ist mit der PSG ein strategischer Investor beteiligt, der das Wachstum in der DACH-Region und international unterstützen soll. PlentyONE richtet sich an Händler, Marken und Hersteller, die viele Kanäle gleichzeitig bespielen und ihre Prozesse in einer durchgängigen Plattform abbilden möchten.

O
Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

H
Software

Haufe X360 (ehemals lexbizz)

Haufe X360 ist eine cloudbasierte ERP-Lösung der Haufe Group mit Sitz in Freiburg für den Mittelstand im deutschsprachigen Raum. Die Software wurde bis 2021 als lexbizz von Lexware vermarktet und im Oktober 2021 in Haufe X360 umbenannt, wobei die Vermarktung in das Haufe-Portfolio wechselte. Technisch basiert das System auf der Cloud-ERP-Plattform Acumatica, die für den DACH-Markt angepasst wurde. Haufe X360 deckt Finanzbuchhaltung, Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung, CRM und weitere Kernprozesse ab und lässt sich mit branchenspezifischen Zusatzfunktionen und offenen Schnittstellen erweitern. Für den Onlinehandel steht unter anderem ein Konnektor für Shopify bereit. Der Vertrieb und die Einführung laufen über ein Netzwerk zertifizierter Partner, die auch Beratung und Anpassungen übernehmen. Der Hersteller adressiert damit eher den größeren Mittelstand und wachsende Handelsunternehmen als Einsteiger.

A
Software

Afterbuy

Afterbuy ist eine cloudbasierte All-in-One-Lösung für Onlinehändler, betrieben von der ViA-Online GmbH aus Krefeld, die zur ECOMMERCE ONE gehört. Aus einem früheren Werkzeug für Marktplatzverkäufer hat sich die Software zu einem Multichannel-System entwickelt, das Produktlisting, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Versand und Logistik vereint. Händler pflegen Artikel und Bestände zentral und steuern damit ihre Verkäufe auf Marktplätzen wie Amazon und eBay sowie im eigenen Onlineshop und im Ladengeschäft. Die Daten liegen nach Herstellerangaben auf eigenen Servern in Deutschland. Ein Statistikmodul mit eigenem Data Warehouse ermöglicht individuelle Auswertungen, etwa welche Produkte auf welchem Marktplatz am besten laufen. Über offene Schnittstellen lassen sich Shopsysteme, Versanddienstleister und Buchhaltungslösungen anbinden, für die Übergabe an den Steuerberater gibt es Partnerschnittstellen zu gängigen Finanzbuchhaltungen.