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Welche Gebühren fallen bei Amazon für Händler an?

Amazon berechnet Händlern verschiedene Gebühren: die monatliche Grundgebühr für den Professional-Account, kategorieabhängige Verkaufsprovisionen zwischen 7 und 15 Prozent und bei FBA-Nutzung zusätzliche Fulfillment- und Lagergebühren.

Die Verkaufsprovision fällt auf jeden Verkauf an und variiert je nach Produktkategorie stark. FBA-Gebühren richten sich nach Größe und Gewicht des Produkts. Dazu kommen bei FBA Lagergebühren, die im vierten Quartal wegen erhöhter Nachfrage deutlich steigen. Wer alle Kostenblöcke nicht sorgfältig einkalkuliert, verkauft schnell unter der eigenen Kostengrenze.

Praxisbeispiel: Ein Händler kalkuliert ein Produkt mit 19,99 Euro Verkaufspreis: Amazon-Provision 15 Prozent gleich 3 Euro, FBA-Gebühr 3,50 Euro, Einkaufspreis 7 Euro. Von 19,99 Euro bleiben vor Werbung noch rund 6,49 Euro übrig.

Wichtig zu wissen: Nutze den Amazon Revenue Calculator in Seller Central bevor du ein neues Produkt listst, um die tatsächliche Marge realistisch zu berechnen.

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Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

O
Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

B
Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

F
Marktplatz

fashionette

fashionette ist ein 2008 gegründeter Onlineshop für Premium- und Luxusmode, der zur The Platform Group AG gehört und sich selbst als führenden Marktplatz für hochwertige Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment bezeichnet. Der Schwerpunkt liegt bei Designer-Handtaschen, dazu kommen Schuhe, Schmuck, Uhren und Kleidung. Die Plattform betreibt eigene Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und liefert von der jeweiligen Länderseite nur an Adressen im jeweiligen Land. Seit 2023 arbeitet fashionette mit einem Marktplatz-Modell: Bestände lokaler Luxus-Boutiquen werden über ein ERP-System angebunden, zum Start waren mehr als 150 Standorte mit rund 3.500 Modeartikeln europäischer Boutiquen angebunden, bei einem Verkauf erhält fashionette eine Provision. Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Pre-Loved-Kategorie mit geprüften Second-Hand-Handtaschen, Uhren und Schmuck. Geplant war die Ausweitung auf Lederwaren, Schuhe und Accessoires sowie die direkte Anbindung von Herstellern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), fashionette ist im Netzwerk von Tradebyte gelistet.

H
Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

G
Marktplatz

Galaxus

Galaxus ist das Online-Warenhaus der Digitec Galaxus AG, die zur Migros-Gruppe gehört, und laut PlentyONE (2026) mit einem Plattformumsatz von rund 3,76 Milliarden Schweizer Franken und etwa 5 Millionen aktiven Käufern der größte Onlinehändler der Schweiz. Der Schweizer Marktplatz besteht seit 2016, Deutschland kam im Januar 2023 hinzu, eigene Shops betreibt Galaxus außerdem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Der Marktplatz für Drittanbieter ist laut Marktberichten für die Schweiz und Deutschland offen und zählt über 1.000 angebundene Händler. Die Ausrichtung ist bewusst selektiv und kuratiert: Händler bewerben sich, durchlaufen eine Potenzialanalyse und Testbestellungen und müssen ihren Shop per API anbinden. Das Sortiment reicht von Elektronik über Wohnen, Haushalt, Sport und Spielzeug bis zu Beauty. Verkauft wird an Endkunden (B2C), zusätzlich existiert ein B2B-Retail-Modell, bei dem Galaxus die Ware selbst einkauft. Es gibt keine Grund- oder Setup-Gebühr, nur eine kategorieabhängige Provision, die je nach Quelle zwischen 7 und 20 Prozent liegt. Voraussetzung sind ein Gewerbe mit Umsatzsteuer-ID und ein Lager in der EU oder der Schweiz.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

Z
Marktplatz

Zalando

Zalando ist Europas große Plattform für Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty und erreicht laut Unternehmensangaben über 50 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Ländern. In Österreich zählt Zalando laut Handelsverband und ECDB (E-Commerce Report 2025) zu den umsatzstärksten Onlinehändlern, inklusive Partner-Marktplatz lag der Umsatz 2024 bei rund 606 Millionen Euro, der Marktanteil beträgt laut RegioData (2026) etwa 3,7 Prozent. Die Ausrichtung ist stark international, mit Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Zugang zu vielen weiteren Märkten. Das Sortiment ist auf Fashion und Lifestyle spezialisiert, im Mittelpunkt steht das Endkundengeschäft (B2C), die Zusammenarbeit mit Marken läuft im Wholesale als B2B-Geschäft. Marken und Händler können zwischen Wholesale (Zalando kauft die Ware), dem Partner Program (Verkauf im eigenen Namen über die Plattform) und Connected Retail für stationäre Händler wählen. Der Zugang erfolgt seit 2023 nur auf Einladung. Es fällt eine Basisgebühr von 480 Euro pro Jahr an, dazu eine Provision von 5 bis 25 Prozent je nach Kategorie und Preissegment. Seit 2025 gehört auch About You zur Zalando Group.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

E
Marktplatz

eBay

eBay ist einer der ältesten Onlinemarktplätze im DACH-Raum und zählt laut Handelsverband in Österreich zu den drei größten Marktplätzen, RegioData Research beziffert den Marktanteil am österreichischen Onlinehandel mit rund 4,1 Prozent (2026). Die Ausrichtung ist international: eBay betreibt länderspezifische Websites wie eBay.de und eBay.at, und Verkäufer erreichen mit internationalem Versand oder eigenen Angeboten auf anderen Länderseiten laut eBay bis zu 134 Millionen potenzielle Käufer. Das Sortiment ist breit und besonders stark bei Neuware, gebrauchten und generalüberholten Artikeln, Sammlerstücken, Ersatzteilen und Nischenprodukten. Im Kern richtet sich eBay an Endkunden (B2C) und Privatverkäufer (C2C), ein ausgewiesener B2B-Marktplatz ist es nicht. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine kategorieabhängige Verkaufsprovision von etwa 5 bis 16 Prozent auf den Gesamtbetrag inklusive Versand, dazu eine Fixgebühr von 0,35 Euro pro Bestellung (0,45 Euro bei Bestellungen über 10 Euro). Seit 1. Juli 2026 gilt in vielen Kategorien ein einheitlicher Provisionssatz statt der bisherigen Staffelung, für gebrauchte und generalüberholte Ware sind es einheitlich 5 Prozent. Optional gibt es Shop-Abonnements mit Angebotskontingent.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

T
Plattform

TikTok Shop

TikTok Shop ist der Social-Commerce-Marktplatz von TikTok, auf dem Marken und Händler Produkte direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping und einen eigenen Shop-Tab verkaufen. In Deutschland ist der Dienst seit März 2025 aktiv und erzielte laut NIQ schon nach einem Jahr mehr als 700 Millionen Euro Jahresumsatz, in Österreich läuft der Verkauf seit 15. Juni 2026, die Händlerregistrierung war ab 1. Juni möglich. Die Ausrichtung ist international: Mit der Funktion Sell Across Europe verkaufen Händler mit einer Registrierung in alle EU-Märkte, in denen TikTok Shop verfügbar ist, und können Logistikpartner von TikTok nutzen. Das Sortiment lebt von erklärbaren, visuell starken Produkten wie Beauty, Mode, Lebensmitteln, Accessoires und Gadgets, verkauft wird an Endkunden (B2C). Creator bewerben Produkte über ein integriertes Affiliate-Programm gegen Provision. Die Registrierung ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Seit 8. Jänner 2026 beträgt die Verkaufsprovision in Deutschland und vier weiteren EU-Märkten 9 Prozent (Elektronik 7 Prozent), neue Händler zahlen 60 Tage lang 4 Prozent, dazu kommt eine Zahlungsgebühr von rund 2 Prozent.

G
Plattform

Geizhals

Geizhals ist ein 1999 in Österreich gestartetes Preisvergleichsportal, das hierzulande als eine der ersten Anlaufstellen für Preisvergleiche gilt und laut Branchenberichten im Bereich Technik und Hardware auch in Deutschland eine feste Größe ist. Das Portal gehört seit 2014 zum Heise-Verlag und wird als geizhals.at und geizhals.de betrieben, ein Ableger für Großbritannien läuft als Skinflint. Händler übermitteln ihre Produktdaten per Feed, die Angebote werden mit Preis, Versandkosten und Bewertungen verglichen und die Nutzer in den Onlineshop weitergeleitet, gekauft wird also beim Händler. Zum Angebot für Händler zählen Shoplistungen auf CPC-Basis, Kooperationen über Affiliateprogramme, Account Management und Werbeflächen, laut Marktberichten ist auch ein Pay-per-Order-Modell möglich. Aktuelle Klickpreise werden nicht öffentlich ausgewiesen, 2019 berichtete die Branchenpresse von rund 20 Cent pro Klick. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit Schwerpunkt Elektronik, Computer und Haushaltsgeräte, adressiert werden Endkunden (B2C).

T
Plattform

TikTok

TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.

I
Plattform

idealo

idealo ist eines der führenden Preisvergleichsportale Europas und in sechs Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Laut Handelsverband Österreich verzeichnet idealo rund 30 Millionen Besuche pro Monat, etwa 50.000 Shops und über 330 Millionen Angebote sind gelistet. Händler übermitteln ihren Produktfeed per CSV, API oder über Partner, die Angebote werden Produkten zugeordnet und ausschließlich nach Preis gelistet, daneben zählen Bewertungen, Lieferzeit und Zahlungsarten. idealo ist heute ein reiner Traffic-Kanal nach dem Zum-Shop-Modell, den Direktkauf hat idealo Ende 2022 eingestellt, gekauft wird im eigenen Onlineshop. Abgerechnet wird per Klick, der Standard-CPC beträgt auf idealo.de 0,51 Euro für Neuverträge seit 1. April 2025 und auf idealo.at 0,36 Euro, einzelne Kategorien weichen ab. Für idealo.de gilt ein monatlicher Mindestumsatz von 20 Euro, die Registrierung ist kostenlos, die Kündigung monatlich möglich. Adressiert werden Endkunden (B2C), das Sortiment ist ein Vollsortiment, besonders stark sind Elektronik, Haushalt, Sport und Mode.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

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Plattform

LinkedIn

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.