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Quellen
Zuletzt aktualisiert: 5.11.2026
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xt:Commerce
xt:Commerce ist eine Shopsoftware der xt:Commerce GmbH mit Sitz in Innsbruck in Tirol und damit ein österreichisches Produkt. Die Software entstand 2004 aus einem Team von osCommerce-Entwicklern und wird seit der Version 4 unter einer kommerziellen Lizenz vertrieben. Aktuell ist xt:Commerce 6 im Einsatz, ein modular aufgebautes System auf Basis von PHP und MySQL mit Plugin-System, Export-Manager, Multishop-Fähigkeit und Funktionen für Suchmaschinenoptimierung. Händler können unbegrenzt viele Produkte verwalten und das System über Add-ons erweitern. Nach Angaben des Herstellers gehören mehr als 90.000 Mitglieder zur Community. xt:Commerce gehört zur selben Familie wie die Systeme Gambio und xtcModified, die ebenfalls aus xt:Commerce 3 hervorgegangen sind. Die Software wird als Produkt gekauft und selbst betrieben, optional gibt es Support-Pakete und einen Installationsservice.
Ecwid by Lightspeed
Ecwid ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Händler Verkaufsfunktionen in bestehende Websites einbauen oder eigenständige Shops erstellen. Das Unternehmen wurde 2009 von Ruslan Fazlyev gegründet und 2021 vom kanadischen Kassen- und Commerce-Anbieter Lightspeed übernommen, daher der Zusatz by Lightspeed. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte Lightspeed mehr als 130.000 zahlende Kunden in über 100 Ländern. Händler können über Ecwid nicht nur im eigenen Shop verkaufen, sondern auch über Social Media und digitale Marktplätze, wobei zum Beispiel eine Partnerschaft mit TikTok bestand. Durch die Verbindung mit Lightspeed lässt sich der Onlineshop mit dem Kassensystem für Ladengeschäfte verknüpfen. Ecwid richtet sich an kleine Unternehmen, die schnell und ohne große Technik online verkaufen oder ihre vorhandene Website um einen Shop ergänzen möchten.
JTL-Shop
JTL-Shop ist das Shopsystem der JTL-Software-GmbH aus Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen, die 2008 gegründet wurde und im deutschsprachigen Raum nach eigenen Angaben über 50.000 Kunden hat. Das Besondere ist die enge Verbindung mit der Warenwirtschaft JTL-Wawi, über die Artikel, Kategorien, Bestände und Aufträge gepflegt und mit dem Shop synchronisiert werden. Damit eignet sich JTL-Shop vor allem für Händler, die ihre Prozesse ohnehin in der JTL-Welt abbilden. Aktuell ist JTL-Shop 5 im Einsatz, den Aufbau der Seiten unterstützt der OnPage Composer, weitere Funktionen kommen über Plugins. Es gibt verschiedene Lizenzen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Zum Ökosystem gehören außerdem Marktplatzanbindungen, Lagerverwaltung und ein Kassensystem, sodass sich Onlineshop, Marktplätze und Ladengeschäft gemeinsam steuern lassen.
Gambio
Gambio ist ein deutsches Shopsystem der Gambio GmbH aus Bremen, die 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno in Oldenburg gegründet wurde. Das System gibt es als Cloud-Lösung, bei der Gambio Hosting und Updates übernimmt, und als selbst gehostete Variante. Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 25.000 Shops mit Gambio im Einsatz, angebunden an Marktplätze, Zahlungssysteme, Warenwirtschaften und Versanddienstleister. Die Shoplösung wurde von der IT-Recht Kanzlei als geprüftes Shopsystem eingestuft, was für die rechtssichere Einrichtung in Deutschland ein Argument ist. Gambio gehört zur Unternehmensgruppe Ecommerce One, zu der auch die Multichannel-Lösungen Afterbuy und DreamRobot zählen, und arbeitet technisch eng mit diesen zusammen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Händler, die ein deutsches System mit gutem Support suchen.
PrestaShop
PrestaShop ist ein Open-Source-Shopsystem, das 2005 als Studentenprojekt an der Informatikschule EPITECH in Paris begann und seit 2007 von der Firma PrestaShop SA vermarktet wird. Gegründet wurde das Unternehmen von Igor Schlumberger und Bruno Lévêque. Die Software steht unter der Open Software License, ist in rund 60 Sprachen verfügbar und wird nach Herstellerangaben von etwa 250.000 Shops genutzt, vor allem in Europa und Lateinamerika. Der Funktionsumfang lässt sich über einen großen Marktplatz mit Modulen und Themes erweitern, zusätzlich bietet das Unternehmen Zahlungs- und Marketingmodule sowie Hosting an. PrestaShop wird selbst gehostet oder über einen Hosting-Anbieter betrieben und eignet sich für Händler, die ein flexibles, kostenlos nutzbares System mit internationaler Ausrichtung suchen und bereit sind, Betrieb und Wartung selbst zu organisieren.
WooCommerce
WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin, das aus einer WordPress-Website einen Onlineshop macht. Es wurde 2011 von der Designfirma WooThemes als erstes eigenes Plugin veröffentlicht und gehört seit 2015 zu Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress.com. Der Kern ist kostenlos und steht unter der GPL-Lizenz, Funktionen wie Zahlungen, Versand, Buchungen oder Abonnements kommen über Erweiterungen hinzu. Hinter der Marke steht heute das Unternehmen Woo mit mehr als 400 Teammitgliedern, die vollständig remote arbeiten. Weil WooCommerce auf WordPress aufsetzt, lassen sich Inhalte und Shop eng verbinden, was für Händler mit starkem Content oder SEO-Fokus attraktiv ist. In Deutschland läuft WooCommerce nach Zählung von Storeleads auf einer ähnlichen Zahl von Shops wie Shopify. Hosting, Sicherheit und Updates liegen dabei in der Verantwortung des Betreibers oder seiner Agentur.
OpenCart
OpenCart ist eine kostenlose Open-Source-Software zum Aufbau und Betrieb von Onlineshops, entwickelt von der in Hongkong ansässigen OpenCart Limited. Das Projekt wurde ab 2005 vom britischen Entwickler Daniel Kerr auf Basis einer abgelaufenen Domain neu aufgebaut und in PHP umgesetzt, die erste stabile Version erschien 2009. Die Software steht unter der GPLv3-Lizenz und bringt ein Admin-Panel, Benutzerrollen, Rabatt- und Gutscheinsystem sowie unbegrenzte Produkte und Kategorien mit. Zusätzliche Funktionen kommen über einen Marktplatz mit Erweiterungen und Themes hinzu. Laut Wikipedia hat OpenCart eine große weltweite Verbreitung, besonders in Asien, im deutschsprachigen Raum spielt es dagegen eine kleinere Rolle. Die Software wird selbst gehostet und eignet sich für Händler mit technischem Know-how oder einer betreuenden Agentur.
commercetools
commercetools ist eine Commerce-Plattform der commercetools GmbH aus München, die 2006 gegründet wurde und als Pionier der MACH-Architektur gilt, also Microservices, API-first, Cloud-native und Headless. Statt eines fertigen Shops liefert das Unternehmen Bausteine für Produkte, Preise, Warenkorb, Checkout und Bestellungen, die Unternehmen mit eigenem Frontend und weiteren Diensten zu einer individuellen Lösung zusammensetzen. Dieser Ansatz heißt Composable Commerce und wird für B2C, B2B und weitere Geschäftsmodelle eingesetzt. Zu den Zielbranchen zählen laut Unternehmen Handel, Mode, Lebensmittel, Telekommunikation, Automobil und Gesundheit. Zuletzt hat commercetools den Fokus auf KI-Funktionen und agentenbasierten Handel verstärkt. Die Plattform richtet sich an große Marken, Händler und Hersteller, die viel Flexibilität brauchen und über Entwicklerteams oder Agenturen verfügen, die das Frontend und die Integrationen umsetzen.
Salesforce Commerce Cloud (Agentforce Commerce)
Salesforce Commerce Cloud ist die Enterprise-Commerce-Plattform von Salesforce für B2C, B2B und Direktvertrieb von Marken. Sie geht auf Demandware zurück, ein 2004 in Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts gegründetes Unternehmen, das Salesforce 2016 für rund 2,8 Milliarden US-Dollar übernahm und in Commerce Cloud umbenannte. Der B2B-Bereich wurde 2018 durch die Übernahme von CloudCraze ergänzt. Nach Angaben eines Fachportals vermarktet Salesforce die Lösung seit 2026 unter dem Namen Agentforce Commerce. Die Plattform wird als Software as a Service betrieben, Salesforce übernimmt Hosting, Updates und Sicherheit, und die Abrechnung richtet sich üblicherweise nach dem Warenumsatz. Die enge Verbindung mit Salesforce CRM, Service und Marketing macht sie für Unternehmen interessant, die Kundendaten über alle Kanäle in einem System bündeln wollen.
HORNBACH
HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.
HUMANIC
HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.
zooplus
zooplus ist ein 1999 gegründeter Onlinehändler für Heimtierbedarf mit Sitz in München und laut eigener Darstellung Onlineshops in mehr als 27 europäischen Ländern, darunter eine eigene Seite für Österreich. Im August 2026 hat zooplus in Deutschland einen Marktplatz gestartet, der das Sortiment um rund 10.000 zusätzliche Produkte erweitert, etwa 65 Prozent davon im Heimtierzubehör, etwa Schlafplätze, Transportlösungen, Spielzeug und Pflegeprodukte. Nach Deutschland und Frankreich plant zooplus eine schrittweise Ausweitung auf weitere Länder. Für Kunden ändert sich am Einkauf nichts, die Produkte der Drittanbieter sind im bestehenden Shop integriert. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Konkrete Marken, Händler oder Warengruppen nennt das Unternehmen nicht, zooplus setzt auf Künstliche Intelligenz, um Produktinformationen wie Größe oder Farbe zu ergänzen. Der Zubehör-Schwerpunkt bietet Raum für Nischenmarken und kleinere Hersteller, die zooplus nicht selbst einkauft und lagert.
Toolineo
Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.
limango
limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.
Billbee
Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.
BAUHAUS
BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.
Shein
Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.
Österreichische Post
Die Österreichische Post AG ist das größte Post- und Logistikunternehmen Österreichs und stellte 2025 allein im Inland 232 Millionen Pakete zu, im Dezember wurden Tageshöchstwerte von bis zu 1,65 Millionen Paketen erreicht. Im Juli 2026 zählte das Standortnetz 327 eigenbetriebene Filialen, 1.353 Postpartner, 57 Selbstbedienungsfilialen und 1.263 freistehende Poststationen, bis Ende 2026 sollen es über 3.100 Standorte werden. Geschäftskunden nutzen unter anderem Paket Premium, das Versandsystem Post-Labelcenter, Retourenlösungen, Wunsch-Poststation und Wunsch-Postfiliale als Zustelladresse sowie internationale Pakete, die Gruppe ist zudem in Südost- und Osteuropa und der Türkei aktiv. Die Post beliefert überwiegend Endkunden (B2C) und bedient über Paket Premium auch B2B. Aus Sicht deutscher Unternehmen ist die Tochter Austrian Post International Deutschland in Bonn der Einstieg: Paket AT bringt Sendungen von Deutschland nach Österreich laut Anbieter in zwei Tagen von der Abholung bis zur Zustellung, für Pakete bis 31,5 Kilogramm mit Track and Trace sowie Sendungsstopp und Umroutung. Laut Sendcloud stellt die Post außerdem den Großteil der DHL Pakete in Österreich zu.
GLS
GLS (General Logistics Systems) ist ein Paket- und Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Amsterdam und in rund 40 Ländern in Europa und Nordamerika aktiv. Das Netzwerk besteht aus Depots, Hubs und Paketshops, der Schwerpunkt liegt auf dem grenzüberschreitenden Paketversand in Europa. In Österreich betreibt GLS nach Angaben von paketcheck.at rund 2.300 GLS Points, davon etwa 930 PaketShops im Handel und etwa 1.370 PaketBoxen. Mit dem FlexDeliveryService können Empfänger Ort und Zeit der Zustellung steuern, etwa eine Abstellgenehmigung erteilen oder in einen PaketShop oder eine PaketBox umleiten. In Deutschland bietet GLS Express-Lieferung zum nächsten Werktag, auf Wunsch auch samstags, und mit GlobalParcel einen weltweiten Paketversand. Für Sendungen in die Schweiz gibt es mit Swiss Post GLS eine Lösung mit verzollter Lieferung (DDP). GLS bedient Geschäftskunden mit hohem Paketvolumen ebenso wie gelegentliche Versender und Privatkunden, die Zustellung erfolgt überwiegend an Endkunden (B2C), B2B ist ebenfalls möglich. Der Fokus liegt zunehmend auf nachhaltiger Logistik, alternativen Zustellkonzepten und digitalen Services.
Intershop
Intershop ist ein Anbieter von B2B-Commerce-Software der Intershop Communications AG mit Sitz in Jena, die 1992 unter dem Namen NetConsult gegründet wurde. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den frühen Pionieren des E-Commerce in Deutschland und hat sich heute auf Hersteller und Großhändler im oberen Mittelstand spezialisiert. Die Intershop Commerce Platform umfasst Commerce-Management, Produktinformationsmanagement, Order-Management, Experience-Management, Suche und Empfehlungen sowie einen Integration Hub als Low-Code-Lösung für die Anbindung an SAP. Zusätzlich setzt Intershop auf KI-Funktionen und spricht von Agentic Commerce. Nach eigenen Angaben vertrauen mehr als 300 Unternehmen weltweit auf die Plattform. Zum Angebot gehören auch Beratung, Implementierung, Cloud-Betrieb und Support, wodurch Kunden die Plattform samt Services aus einer Hand beziehen können.
Squarespace
Squarespace ist eine Plattform zum Erstellen und Hosten von Websites und Onlineshops, die 2003 von Anthony Casalena gegründet wurde und ihren Sitz in New York hat. Das Unternehmen wurde im Oktober 2024 von der Beteiligungsgesellschaft Permira für rund 7,2 Milliarden US-Dollar übernommen und ist seither nicht mehr börsennotiert, Casalena bleibt Chef. Zum Angebot gehören Designvorlagen, Domains, Marketingwerkzeuge und Commerce-Funktionen wie Bestandsverwaltung und Zahlungsabwicklung, die über Squarespace Payments seit 2023 auch direkt angeboten wird. Squarespace ist vor allem für seinen Designanspruch bekannt und richtet sich an Selbstständige, Kreative und kleine Unternehmen, die Auftritt und Verkauf ohne Programmierkenntnisse umsetzen wollen. Als gehosteter Baukasten kümmert sich der Anbieter um Betrieb, Sicherheit und Updates.
OBI
OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.
sendcloud
Sendcloud ist eine Versandplattform für Onlineshops mit Hauptsitz in Eindhoven in den Niederlanden und laut Eigenangabe mehr als 30.000 Unternehmen als Kunden. Die Software ist kein Paketdienst und kein Lager, sondern bündelt mehr als 160 Paketdienste in einer Oberfläche, Händler können eigene Verträge hinterlegen oder vorverhandelte Konditionen nutzen. Sie deckt den Weg vom Checkout bis zur Retoure ab: Zustelloptionen wie Wunschtag, Same-Day oder Service Point im Checkout, gebrandete Tracking-Updates per E-Mail, WhatsApp oder SMS, ein mehrsprachiges Retourenportal und automatisch erstellte Zollformulare für internationale Sendungen. Über mehr als 100 Integrationen und eine Multi-Carrier-API lassen sich Shopsysteme, Marktplätze, WMS und ERP anbinden. Für Marktplätze sowie 3PL- und 4PL-Anbieter gibt es Enterprise-Lösungen mit zentraler Verwaltung mehrerer Kundenkonten. Laut Sendcloud sitzen die Kunden vor allem in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Österreich, für Österreich gibt es eine eigene Länderseite. Genutzt wird die Plattform im D2C ebenso wie im B2B.
Jimdo
Jimdo ist ein deutscher Website-Baukasten der Jimdo GmbH aus Hamburg, der 2007 von Matthias Henze, Christian Springub und Fridtjof Detzner gegründet wurde. Seit 2010 lassen sich damit auch Onlineshops einrichten. Händler gestalten Seite und Shop über einen einfachen Editor, legen Produkte einzeln an und verwalten Bestellungen in einer gehosteten Umgebung. Nach Herstellerangaben fallen keine Verkaufsprovisionen auf Umsätze an, gezahlt wird ein Tarif, der sich nach Funktionsumfang und Produktzahl richtet. Für den Shopbereich gibt es eigene Tarife, die laut Tests nach Sortimentsgröße gestaffelt sind. Jimdo richtet sich an Selbstständige, kleine Unternehmen und Gründer, die ohne Programmierkenntnisse schnell online verkaufen möchten. Als begrenzter Shop mit überschaubarem Funktionsumfang eignet sich das System weniger für große Sortimente oder komplexe Prozesse.