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Quellen
Zuletzt aktualisiert: 20.9.2026
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Lösungen für sendcloud-Nutzer
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Toolineo
Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.
voelkner
voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.
zooplus
zooplus ist ein 1999 gegründeter Onlinehändler für Heimtierbedarf mit Sitz in München und laut eigener Darstellung Onlineshops in mehr als 27 europäischen Ländern, darunter eine eigene Seite für Österreich. Im August 2026 hat zooplus in Deutschland einen Marktplatz gestartet, der das Sortiment um rund 10.000 zusätzliche Produkte erweitert, etwa 65 Prozent davon im Heimtierzubehör, etwa Schlafplätze, Transportlösungen, Spielzeug und Pflegeprodukte. Nach Deutschland und Frankreich plant zooplus eine schrittweise Ausweitung auf weitere Länder. Für Kunden ändert sich am Einkauf nichts, die Produkte der Drittanbieter sind im bestehenden Shop integriert. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Konkrete Marken, Händler oder Warengruppen nennt das Unternehmen nicht, zooplus setzt auf Künstliche Intelligenz, um Produktinformationen wie Größe oder Farbe zu ergänzen. Der Zubehör-Schwerpunkt bietet Raum für Nischenmarken und kleinere Hersteller, die zooplus nicht selbst einkauft und lagert.
Fressnapf
Die Fressnapf-Gruppe mit Sitz in Krefeld ist nach Eigenangabe Europas führender Omnichannel-Händler für Tierbedarf und hat im Juni 2022 in Deutschland auf Basis von Mirakl einen Marktplatz gestartet. Externe Handelspartner bieten seither Nischenprodukte im Online-Shop an, gekennzeichnet mit Versand durch Fressnapf-Partner. Das Ziel ist ein kundenorientiertes, ausgewähltes und innovatives Sortiment, langfristig sollen Marktplatz-Artikel auch im Markt über den Bestellservice erhältlich sein. Im Oktober 2024 öffnete Fressnapf Österreich seinen Online-Marktplatz für neue Partner, zu den ersten gehörten die Marken Knuffelwuff, Wagner und Stuch mit zusammen über 750 Artikeln, weitere Unternehmen waren in Vorbereitung. Das Sortiment reicht von Zubehör und Spezialprodukten bis zu Nischenmarken, verkauft wird an Endkunden (B2C). Interessierte Händler melden sich über das Kontaktformular auf der Marktplatz-Seite von Fressnapf. Die Anbindung läuft über eine Mirakl-API, auch über Integratoren wie OscWare. Die Fressnapf-Gruppe hat einen internationalen Roll-out angekündigt, konkrete Länderlisten und Konditionen sind nicht öffentlich dokumentiert.
limango
limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.
OBI
OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.
BAUHAUS
BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.
HORNBACH
HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.
Shein
Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.
fashionette
fashionette ist ein 2008 gegründeter Onlineshop für Premium- und Luxusmode, der zur The Platform Group AG gehört und sich selbst als führenden Marktplatz für hochwertige Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment bezeichnet. Der Schwerpunkt liegt bei Designer-Handtaschen, dazu kommen Schuhe, Schmuck, Uhren und Kleidung. Die Plattform betreibt eigene Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und liefert von der jeweiligen Länderseite nur an Adressen im jeweiligen Land. Seit 2023 arbeitet fashionette mit einem Marktplatz-Modell: Bestände lokaler Luxus-Boutiquen werden über ein ERP-System angebunden, zum Start waren mehr als 150 Standorte mit rund 3.500 Modeartikeln europäischer Boutiquen angebunden, bei einem Verkauf erhält fashionette eine Provision. Zusätzlich gibt es seit 2023 eine Pre-Loved-Kategorie mit geprüften Second-Hand-Handtaschen, Uhren und Schmuck. Geplant war die Ausweitung auf Lederwaren, Schuhe und Accessoires sowie die direkte Anbindung von Herstellern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), fashionette ist im Netzwerk von Tradebyte gelistet.
HUMANIC
HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.
TikTok Shop
TikTok Shop ist der Social-Commerce-Marktplatz von TikTok, auf dem Marken und Händler Produkte direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping und einen eigenen Shop-Tab verkaufen. In Deutschland ist der Dienst seit März 2025 aktiv und erzielte laut NIQ schon nach einem Jahr mehr als 700 Millionen Euro Jahresumsatz, in Österreich läuft der Verkauf seit 15. Juni 2026, die Händlerregistrierung war ab 1. Juni möglich. Die Ausrichtung ist international: Mit der Funktion Sell Across Europe verkaufen Händler mit einer Registrierung in alle EU-Märkte, in denen TikTok Shop verfügbar ist, und können Logistikpartner von TikTok nutzen. Das Sortiment lebt von erklärbaren, visuell starken Produkten wie Beauty, Mode, Lebensmitteln, Accessoires und Gadgets, verkauft wird an Endkunden (B2C). Creator bewerben Produkte über ein integriertes Affiliate-Programm gegen Provision. Die Registrierung ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Seit 8. Jänner 2026 beträgt die Verkaufsprovision in Deutschland und vier weiteren EU-Märkten 9 Prozent (Elektronik 7 Prozent), neue Händler zahlen 60 Tage lang 4 Prozent, dazu kommt eine Zahlungsgebühr von rund 2 Prozent.
TikTok
TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.
LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.
Google Ads
Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.
idealo
idealo ist eines der führenden Preisvergleichsportale Europas und in sechs Ländern aktiv: Deutschland, Österreich, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Laut Handelsverband Österreich verzeichnet idealo rund 30 Millionen Besuche pro Monat, etwa 50.000 Shops und über 330 Millionen Angebote sind gelistet. Händler übermitteln ihren Produktfeed per CSV, API oder über Partner, die Angebote werden Produkten zugeordnet und ausschließlich nach Preis gelistet, daneben zählen Bewertungen, Lieferzeit und Zahlungsarten. idealo ist heute ein reiner Traffic-Kanal nach dem Zum-Shop-Modell, den Direktkauf hat idealo Ende 2022 eingestellt, gekauft wird im eigenen Onlineshop. Abgerechnet wird per Klick, der Standard-CPC beträgt auf idealo.de 0,51 Euro für Neuverträge seit 1. April 2025 und auf idealo.at 0,36 Euro, einzelne Kategorien weichen ab. Für idealo.de gilt ein monatlicher Mindestumsatz von 20 Euro, die Registrierung ist kostenlos, die Kündigung monatlich möglich. Adressiert werden Endkunden (B2C), das Sortiment ist ein Vollsortiment, besonders stark sind Elektronik, Haushalt, Sport und Mode.
Geizhals
Geizhals ist ein 1999 in Österreich gestartetes Preisvergleichsportal, das hierzulande als eine der ersten Anlaufstellen für Preisvergleiche gilt und laut Branchenberichten im Bereich Technik und Hardware auch in Deutschland eine feste Größe ist. Das Portal gehört seit 2014 zum Heise-Verlag und wird als geizhals.at und geizhals.de betrieben, ein Ableger für Großbritannien läuft als Skinflint. Händler übermitteln ihre Produktdaten per Feed, die Angebote werden mit Preis, Versandkosten und Bewertungen verglichen und die Nutzer in den Onlineshop weitergeleitet, gekauft wird also beim Händler. Zum Angebot für Händler zählen Shoplistungen auf CPC-Basis, Kooperationen über Affiliateprogramme, Account Management und Werbeflächen, laut Marktberichten ist auch ein Pay-per-Order-Modell möglich. Aktuelle Klickpreise werden nicht öffentlich ausgewiesen, 2019 berichtete die Branchenpresse von rund 20 Cent pro Klick. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit Schwerpunkt Elektronik, Computer und Haushaltsgeräte, adressiert werden Endkunden (B2C).