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Partner & Anbieter
Adobe Commerce (Magento)
Adobe Commerce ist die kommerzielle Variante des Shopsystems Magento, das 2008 von Roy Rubin und Yoav Kutner als Open-Source-Projekt gestartet wurde. Adobe übernahm Magento 2018 und führte es unter dem Namen Magento Commerce, später Adobe Commerce, in die Experience Cloud ein. Heute gibt es mehrere Wege: Magento Open Source ist kostenlos und für Teams mit eigenen Entwicklern gedacht, Adobe Commerce bietet Lizenz, B2B-Funktionen, Support und auf Wunsch eine von Adobe betriebene Cloud-Infrastruktur. Aus der Community entstand zusätzlich Mage-OS, eine unabhängige und kompatible Fortführung der Open-Source-Version, und mit Hyvä ein modernes Frontend. Magento war lange eines der meistgenutzten Systeme im deutschen Mittelstand und ist weiterhin bei großen Händlern und Herstellern verbreitet, die viel individuelle Anpassung brauchen.
BigCommerce (Commerce.com)
BigCommerce ist eine SaaS-Shopplattform, die 2009 in Sydney startete und heute von Austin in Texas aus geführt wird. Seit dem 31. Juli 2025 tritt das Unternehmen unter dem Dach Commerce.com auf, zu dem neben BigCommerce auch Feedonomics für Produktdaten und Makeswift für Seitengestaltung gehören. Die Plattform setzt auf einen offenen, API-orientierten Ansatz mit Unterstützung für Headless-Architekturen, mehrere Storefronts in einem Konto sowie native Funktionen für B2B und B2C. Seit 2022 baut BigCommerce seine Präsenz in Europa aus, darunter in Deutschland und Österreich. Als gehostete Lösung übernimmt der Anbieter Betrieb und Updates, Händler konzentrieren sich auf Sortiment und Marketing. Die Plattform richtet sich an wachsende und etablierte Marken, die mehr Anpassung als bei einfachen Baukästen brauchen, aber keinen eigenen Serverbetrieb wollen.
Facebook ist mit über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk und gehört wie Instagram zum Meta-Konzern. In Deutschland nutzen es laut Statista-Auswertungen rund 21,7 Millionen Menschen, in Österreich liegt die Werbereichweite bei etwa 3,25 Millionen (Februar 2025). Für Händler und Marken ist Facebook vor allem ein Werbe- und Community-Kanal: Anzeigen werden gemeinsam mit Instagram über den Meta Ads Manager gebucht, Produktkataloge aus dem Commerce Manager speisen Katalog- und Advantage+-Kampagnen. Der direkte Checkout in Facebook Shops wurde in Österreich und mehreren EU-Ländern im August 2023 eingestellt, seit September 2025 laufen Shops mit Website-Checkout, gekauft wird also im eigenen Onlineshop. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Für Deutschland nennen Agenturen einen CPM von etwa 5 bis 15 Euro und einen CPC von 0,40 bis 2,00 Euro. Seit Jänner 2026 können EU-Nutzer weniger personalisierte Werbung wählen, was die Zielgenauigkeit beeinflussen kann.
Gambio
Gambio ist ein deutsches Shopsystem der Gambio GmbH aus Bremen, die 2004 von Daniel Schnadt und Nonito Capuno in Oldenburg gegründet wurde. Das System gibt es als Cloud-Lösung, bei der Gambio Hosting und Updates übernimmt, und als selbst gehostete Variante. Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 25.000 Shops mit Gambio im Einsatz, angebunden an Marktplätze, Zahlungssysteme, Warenwirtschaften und Versanddienstleister. Die Shoplösung wurde von der IT-Recht Kanzlei als geprüftes Shopsystem eingestuft, was für die rechtssichere Einrichtung in Deutschland ein Argument ist. Gambio gehört zur Unternehmensgruppe Ecommerce One, zu der auch die Multichannel-Lösungen Afterbuy und DreamRobot zählen, und arbeitet technisch eng mit diesen zusammen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Händler, die ein deutsches System mit gutem Support suchen.
Google Ads
Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.
Google Merchant Center
Das Google Merchant Center ist das kostenlose Werkzeug, über das Händler Produktdaten an Google übergeben, damit ihre Produkte im Shopping-Tab, in der Google-Suche und in weiteren Google-Diensten erscheinen. Kostenlose Produkteinträge gibt es in Deutschland seit Oktober 2020, die Erstellung eines Kontos und der Upload sind gebührenfrei, Kosten entstehen nur bei bezahlten Shopping-Anzeigen über ein verknüpftes Google-Ads-Konto. Seit September 2024 ist Merchant Center Next die verbindliche Oberfläche. Die Ausrichtung ist international, Versandeinstellungen sind unter anderem für Deutschland, Österreich und die Schweiz Pflicht, und Preisvergleichsportale können in diesen Ländern Shopping-Anzeigen im Namen von Händlern schalten. Das Sortiment ist branchenübergreifend, gekauft wird auf der Website des Händlers, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Der Feed kann als CSV, XML oder TXT oder über die Content API geliefert werden, Händler mit stationärem Geschäft können Local Inventory Ads nutzen. Das Merchant Center liefert außerdem die Datenbasis für Performance Max und das YouTube Shopping-Affiliate-Programm.
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