Plattformkompetenz

Logistik

DHL Paket

DHL Paket ist der Paketdienst von Post und Paket Deutschland innerhalb der DHL Group und bildet das Rückgrat des innerdeutschen Onlinehandels. Laut Geschäftsbericht 2025 umfasst das stationäre Annahme- und Verkaufsnetz rund 41.000 Standorte, darunter Packstationen und Poststationen, das Unternehmen bezeichnet es als dichtestes Netz von Paketannahme- und Abgabestellen in Deutschland. Geschäftskunden versenden B2C und B2B, national und international, DHL Paket International erreicht über 220 Länder und Gebiete. Für Österreich gibt es DHL Paket Austria, das Pakete aus Österreich in 26 europäische Länder im integrierten Zustellnetz befördert, inklusive Online-Rücksendung und Beilegerlösung, im Inland stellt laut Sendcloud seit 2020 die Österreichische Post den Großteil der DHL Pakete zu. Für große europäische E-Commerce-Kunden mit mehr als 3.000 Paketen im Jahr bietet DHL eCommerce die Lösung Parcel Connect, die DHL mit inländischen Zustellpartnern verbindet, samt Zugang zu rund 140.000 ServicePoints in Europa. Im Standardversand von DHL Paket Austria sind Pakete bis 31,5 Kilogramm möglich, die Anbindung läuft über APIs und webbasierte Versandoptionen.

Hinweise

DHL Paket ist für deutsche Onlinehändler der Standardweg mit der größten Dichte an Abgabe- und Empfangsstellen, Retouren lassen sich über Paketshops und Packstationen einfach abwickeln. Für Österreich zählt die tatsächliche Zustellkette, weil DHL Pakete dort großteils von der Österreichischen Post zugestellt werden, Ratgeber berichten von Laufzeiten aus Deutschland eher im Bereich von drei bis vier Werktagen. Europaweite Lösungen für größere Volumina laufen über DHL eCommerce. Bei der Einführung einen Ansprechpartner für Geschäftskunden nennen lassen und Abstellgenehmigungen für Österreich mitdenken.

Quellen

Zuletzt aktualisiert: 4.11.2026

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Lösungen für DHL Paket-Nutzer

Weitere Anbieter aus anderen Kategorien mit gemeinsamen Schwerpunkttags (nicht dieselbe Eintragsart wie dieser Datensatz).

X
Software

Xentral

Xentral ist eine cloudbasierte ERP-Software der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg, die sich auf E-Commerce, B2B und Handel im Mittelstand konzentriert. Das System verwaltet Aufträge, Lagerbestände, Zahlungen, Versand und Unternehmensdaten an einer Stelle und läuft nach Herstellerangaben bei über 1.800 kleinen und mittleren Unternehmen. Shopsysteme, Marktplätze, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter lassen sich über Standardschnittstellen oder eine eigene Middleware namens Connect anbinden, wodurch Xentral als zentrale Drehscheibe für Daten und Prozesse dient. Der Aufbau ist modular, sodass Unternehmen mit den Funktionen starten, die sie tatsächlich brauchen, und später weitere Bereiche wie Beschaffung, Buchhaltung oder Fulfillment ergänzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Benedikt und Claudia Sauter, die das System ursprünglich für den eigenen Onlinehandel entwickelt haben. Mit der Plattformerneuerung Next Gen hat Xentral zuletzt die technische Basis überarbeitet.

B
Software

Billbee

Billbee ist eine cloudbasierte Multichannel-Software der Billbee GmbH aus Detmold für kleine und mittlere Onlinehändler, die speziell für den deutschen und österreichischen Markt entwickelt wurde. Die Software importiert Bestellungen automatisch aus Shopsystemen und Marktplätzen, erstellt Rechnungen, druckt Versandlabels und benachrichtigt Kunden über den Sendungsstatus. Nach Angaben auf Vergleichsportalen stehen über 150 Schnittstellen zu Shops, Marktplätzen, Versanddienstleistern und Buchhaltungslösungen zur Verfügung. Zusätzlich enthält Billbee eine einfache Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerbestandsverwaltung sowie einen automatischen Zahlungsabgleich für Bankkonten. Für den Einstieg lässt sich das System ohne lange Einrichtung nutzen, ein Testzeitraum steht zur Verfügung. Billbee versteht sich nicht als klassisches ERP und ersetzt keine Buchhaltungssoftware, die Daten werden stattdessen an gängige Buchhaltungsprogramme und Steuerberater übergeben.

W
Software

weclapp

weclapp ist eine cloudbasierte ERP- und CRM-Plattform der weclapp SE mit Sitz in Frankfurt am Main und einem weiteren Standort in Marburg. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und bietet die Plattform seit 2013 als Software as a Service an. Die Lösung verbindet Kundenverwaltung, Angebots- und Auftragsabwicklung, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung und Rechnungswesen in einer Anwendung, sodass Vertrieb, Lager und Buchhaltung mit denselben Daten arbeiten. Die Software wird für Dienstleister, Agenturen, Großhändler und Onlinehändler eingesetzt, wobei die Funktionen für den Handel unter anderem Lagerführung, Produktion und Anbindungen an Shopsysteme und Marktplätze umfassen. Die Rechenzentren stehen in Deutschland. Seit September 2022 gehört weclapp zur Exact Group, die wiederum von Finanzinvestoren getragen wird, die Marke und die Produkte werden weitergeführt. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte das Unternehmen mehr als 7.000 Kunden.

B
Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.

P
Software

PrestaShop

PrestaShop ist ein Open-Source-Shopsystem, das 2005 als Studentenprojekt an der Informatikschule EPITECH in Paris begann und seit 2007 von der Firma PrestaShop SA vermarktet wird. Gegründet wurde das Unternehmen von Igor Schlumberger und Bruno Lévêque. Die Software steht unter der Open Software License, ist in rund 60 Sprachen verfügbar und wird nach Herstellerangaben von etwa 250.000 Shops genutzt, vor allem in Europa und Lateinamerika. Der Funktionsumfang lässt sich über einen großen Marktplatz mit Modulen und Themes erweitern, zusätzlich bietet das Unternehmen Zahlungs- und Marketingmodule sowie Hosting an. PrestaShop wird selbst gehostet oder über einen Hosting-Anbieter betrieben und eignet sich für Händler, die ein flexibles, kostenlos nutzbares System mit internationaler Ausrichtung suchen und bereit sind, Betrieb und Wartung selbst zu organisieren.

F
Marktplatz

Fressnapf

Die Fressnapf-Gruppe mit Sitz in Krefeld ist nach Eigenangabe Europas führender Omnichannel-Händler für Tierbedarf und hat im Juni 2022 in Deutschland auf Basis von Mirakl einen Marktplatz gestartet. Externe Handelspartner bieten seither Nischenprodukte im Online-Shop an, gekennzeichnet mit Versand durch Fressnapf-Partner. Das Ziel ist ein kundenorientiertes, ausgewähltes und innovatives Sortiment, langfristig sollen Marktplatz-Artikel auch im Markt über den Bestellservice erhältlich sein. Im Oktober 2024 öffnete Fressnapf Österreich seinen Online-Marktplatz für neue Partner, zu den ersten gehörten die Marken Knuffelwuff, Wagner und Stuch mit zusammen über 750 Artikeln, weitere Unternehmen waren in Vorbereitung. Das Sortiment reicht von Zubehör und Spezialprodukten bis zu Nischenmarken, verkauft wird an Endkunden (B2C). Interessierte Händler melden sich über das Kontaktformular auf der Marktplatz-Seite von Fressnapf. Die Anbindung läuft über eine Mirakl-API, auch über Integratoren wie OscWare. Die Fressnapf-Gruppe hat einen internationalen Roll-out angekündigt, konkrete Länderlisten und Konditionen sind nicht öffentlich dokumentiert.

P
Software

PlentyONE (ehemals plentymarkets)

PlentyONE ist eine cloudbasierte E-Commerce-ERP-Plattform der plentysystems AG mit Sitz in Kassel, die 2006 unter dem Namen plentymarkets gegründet wurde und heute als PlentyONE auftritt. Die Software bündelt Produktdaten, Auftragsabwicklung, Lagerverwaltung und Kanalanbindung in einem System, sodass Händler Bestände, Preise und Bestellungen über alle Vertriebskanäle hinweg zentral steuern. Nach Herstellerangaben sind über 150 Marktplätze und Plattformen angebunden, dazu kommen ein eigenes Shopsystem als Progressive Web App, ein Kassensystem für den stationären Handel und ein Order-Management-System, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Die Funktionen werden über Editionen gestaffelt, die unter den Namen Lite, Lite+, Expand und Scale auf unterschiedliche Unternehmensphasen ausgerichtet sind. Seit November 2024 ist mit der PSG ein strategischer Investor beteiligt, der das Wachstum in der DACH-Region und international unterstützen soll. PlentyONE richtet sich an Händler, Marken und Hersteller, die viele Kanäle gleichzeitig bespielen und ihre Prozesse in einer durchgängigen Plattform abbilden möchten.

J
Software

JTL-Software (JTL-Wawi)

JTL-Wawi ist die Warenwirtschaft der JTL-Software-GmbH, die 2008 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen hat. Das Unternehmen gibt an, im deutschsprachigen Raum mehr als 50.000 Kunden und über 500 Partner zu haben, und gehört damit zu den verbreitetsten Anbietern für Multichannel-Handel. Die Wawi verbindet Einkauf, Verkauf, Lager und Versand, enthält ein Produktinformationsmanagement und lässt sich modular um weitere Bausteine erweitern. Über JTL-eazyAuction werden Angebote und Bestellungen auf Marktplätzen wie Amazon, eBay, Kaufland und Otto direkt in der Wawi gesteuert. Das Ökosystem umfasst außerdem das Shopsystem JTL-Shop, Connectoren für externe Shopsysteme, die Lagerverwaltung JTL-WMS, das Kassensystem JTL-POS und eine Produktionssoftware für Fertigungsunternehmen. Im Oktober 2023 ist mit Hg ein auf Software spezialisierter Investor als Wachstumspartner eingestiegen. JTL ist vor allem bei kleinen und mittleren Onlinehändlern beliebt, die ein flexibles System mit großem Partnernetzwerk suchen.

A
Software

Afterbuy

Afterbuy ist eine cloudbasierte All-in-One-Lösung für Onlinehändler, betrieben von der ViA-Online GmbH aus Krefeld, die zur ECOMMERCE ONE gehört. Aus einem früheren Werkzeug für Marktplatzverkäufer hat sich die Software zu einem Multichannel-System entwickelt, das Produktlisting, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung, Rechnungswesen, Versand und Logistik vereint. Händler pflegen Artikel und Bestände zentral und steuern damit ihre Verkäufe auf Marktplätzen wie Amazon und eBay sowie im eigenen Onlineshop und im Ladengeschäft. Die Daten liegen nach Herstellerangaben auf eigenen Servern in Deutschland. Ein Statistikmodul mit eigenem Data Warehouse ermöglicht individuelle Auswertungen, etwa welche Produkte auf welchem Marktplatz am besten laufen. Über offene Schnittstellen lassen sich Shopsysteme, Versanddienstleister und Buchhaltungslösungen anbinden, für die Übergabe an den Steuerberater gibt es Partnerschnittstellen zu gängigen Finanzbuchhaltungen.

E
Software

Ecwid by Lightspeed

Ecwid ist eine E-Commerce-Lösung, mit der Händler Verkaufsfunktionen in bestehende Websites einbauen oder eigenständige Shops erstellen. Das Unternehmen wurde 2009 von Ruslan Fazlyev gegründet und 2021 vom kanadischen Kassen- und Commerce-Anbieter Lightspeed übernommen, daher der Zusatz by Lightspeed. Zum Zeitpunkt der Übernahme nannte Lightspeed mehr als 130.000 zahlende Kunden in über 100 Ländern. Händler können über Ecwid nicht nur im eigenen Shop verkaufen, sondern auch über Social Media und digitale Marktplätze, wobei zum Beispiel eine Partnerschaft mit TikTok bestand. Durch die Verbindung mit Lightspeed lässt sich der Onlineshop mit dem Kassensystem für Ladengeschäfte verknüpfen. Ecwid richtet sich an kleine Unternehmen, die schnell und ohne große Technik online verkaufen oder ihre vorhandene Website um einen Shop ergänzen möchten.

X
Software

xt:Commerce

xt:Commerce ist eine Shopsoftware der xt:Commerce GmbH mit Sitz in Innsbruck in Tirol und damit ein österreichisches Produkt. Die Software entstand 2004 aus einem Team von osCommerce-Entwicklern und wird seit der Version 4 unter einer kommerziellen Lizenz vertrieben. Aktuell ist xt:Commerce 6 im Einsatz, ein modular aufgebautes System auf Basis von PHP und MySQL mit Plugin-System, Export-Manager, Multishop-Fähigkeit und Funktionen für Suchmaschinenoptimierung. Händler können unbegrenzt viele Produkte verwalten und das System über Add-ons erweitern. Nach Angaben des Herstellers gehören mehr als 90.000 Mitglieder zur Community. xt:Commerce gehört zur selben Familie wie die Systeme Gambio und xtcModified, die ebenfalls aus xt:Commerce 3 hervorgegangen sind. Die Software wird als Produkt gekauft und selbst betrieben, optional gibt es Support-Pakete und einen Installationsservice.

H
Marktplatz

HORNBACH

HORNBACH ist ein europäischer Baumarkt-Konzern mit 169 Baumärkten in neun Ländern, neun Webshops und einem Onlineanteil von 14 Prozent am Gesamtumsatz, der Onlineshop verzeichnet laut Unternehmen mehr als 130 Millionen Besucher pro Jahr. Unter dem Namen Projekt-Marktplatz öffnete HORNBACH den Onlineshop für sorgfältig ausgewählte Verkäufer aus der Europäischen Union und der Schweiz. Das Sortiment reicht von Baustoffen, Maschinen und Werkzeug über Garten, Bodenbeläge, Bad und Sanitär bis zu Farben, Leuchten, Heizen, Eisenwaren, Innendeko sowie Zoo und Aquaristik. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C) mit Projektbezug. Die Anforderungen an Partner sind laut HORNBACH höher als auf anderen Marktplätzen und betreffen Kundenservice, Logistik, Auslieferlager, Artikeldaten und Qualitätsstandards. Laut ChannelEngine (Stand 2023) müssen Verkäufer aus der EU versenden, First-Level-Support auf Deutsch leisten und eine deutsche Umsatzsteuer-ID oder das OSS-Verfahren nachweisen, es fielen keine Einrichtungsgebühr, aber eine Monatsgebühr und eine Provision an. Marktplatz-Artikel können aktuell nicht im HORNBACH Markt retourniert werden.

Z
Marktplatz

zooplus

zooplus ist ein 1999 gegründeter Onlinehändler für Heimtierbedarf mit Sitz in München und laut eigener Darstellung Onlineshops in mehr als 27 europäischen Ländern, darunter eine eigene Seite für Österreich. Im August 2026 hat zooplus in Deutschland einen Marktplatz gestartet, der das Sortiment um rund 10.000 zusätzliche Produkte erweitert, etwa 65 Prozent davon im Heimtierzubehör, etwa Schlafplätze, Transportlösungen, Spielzeug und Pflegeprodukte. Nach Deutschland und Frankreich plant zooplus eine schrittweise Ausweitung auf weitere Länder. Für Kunden ändert sich am Einkauf nichts, die Produkte der Drittanbieter sind im bestehenden Shop integriert. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Konkrete Marken, Händler oder Warengruppen nennt das Unternehmen nicht, zooplus setzt auf Künstliche Intelligenz, um Produktinformationen wie Größe oder Farbe zu ergänzen. Der Zubehör-Schwerpunkt bietet Raum für Nischenmarken und kleinere Hersteller, die zooplus nicht selbst einkauft und lagert.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

O
Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

J
Software

JTL-Shop

JTL-Shop ist das Shopsystem der JTL-Software-GmbH aus Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen, die 2008 gegründet wurde und im deutschsprachigen Raum nach eigenen Angaben über 50.000 Kunden hat. Das Besondere ist die enge Verbindung mit der Warenwirtschaft JTL-Wawi, über die Artikel, Kategorien, Bestände und Aufträge gepflegt und mit dem Shop synchronisiert werden. Damit eignet sich JTL-Shop vor allem für Händler, die ihre Prozesse ohnehin in der JTL-Welt abbilden. Aktuell ist JTL-Shop 5 im Einsatz, den Aufbau der Seiten unterstützt der OnPage Composer, weitere Funktionen kommen über Plugins. Es gibt verschiedene Lizenzen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Zum Ökosystem gehören außerdem Marktplatzanbindungen, Lagerverwaltung und ein Kassensystem, sodass sich Onlineshop, Marktplätze und Ladengeschäft gemeinsam steuern lassen.

O
Software

Odoo

Odoo ist eine modulare Unternehmenssoftware der belgischen Odoo S.A., die 2005 von Fabien Pinckaers unter dem Namen TinyERP gestartet und 2014 in Odoo umbenannt wurde. Das System deckt mit rund 50 Kernapps Bereiche wie Verkauf, CRM, Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung, Projektmanagement, Website und Onlineshop ab und lässt sich über zahlreiche Community-Apps erweitern. Es gibt zwei Editionen: Die Community Edition steht unter der Open-Source-Lizenz LGPLv3 und kann kostenlos auf eigenen Servern betrieben werden, die Enterprise Edition enthält zusätzliche proprietäre Funktionen wie mobile Apps und das Werkzeug Studio zur Anpassung ohne Programmieren. Betrieben werden kann Odoo als gehostete Lösung, über Odoo.sh oder auf eigener Infrastruktur. Eingeführt wird die Software in der Regel über Implementierungspartner, die Anpassungen, Schnittstellen und Schulungen übernehmen.

S
Marktplatz

Shein

Shein ist ein Fast-Fashion-Anbieter, der seinen Marktplatz für Drittverkäufer 2023 gestartet und ab 2024 schrittweise für Europa geöffnet hat, zunächst mit Frankreich. Nach eigenen Angaben zählt der Marktplatz in Deutschland mehr als 600 angebundene Verkäufer, zu den ersten deutschen Partnern gehörten Leogra Trading, Lampenwelt und Floordirekt. Der deutsche Marktplatz wird laut AGB (Stand 1. Juli 2026) von Infinite Styles Services betrieben, alle Verkäufer sind gewerbliche Händler, Produkte werden mit Hinweis EU-Lager oder als weltweit versandte Ware mit möglichen Zoll- und Steuerfolgen gekennzeichnet. Das Sortiment reicht von Mode über Accessoires und Beauty bis zu Lifestyle und umfasst laut Shein mehr als 20 Kategorien, verkauft wird an Endkunden (B2C). Zugelassen sind laut Registrierungsanleitungen nur eingetragene Unternehmen aus EU, UK oder USA, die Nutzung des Seller Hub ist kostenlos. Ein europäisches Logistikzentrum bei Breslau ist laut Berichten in Aufbau und soll auch Marken und Verkäufern auf der Plattform offenstehen.

H
Marktplatz

HUMANIC

HUMANIC ist eine 1872 in Graz gegründete Schuhmarke der Leder und Schuh AG und laut Eigenangabe Marktführer in Österreich und unter den Top 2 in acht weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern. Auf humanic.net können Marken über einen eigenen Marktplatz direkt an HUMANIC-Kunden verkaufen, nach Unternehmensangaben mit mehr als 4,45 Millionen Kunden pro Monat und über 200 Stores in neun Ländern. Das Sortiment umfasst Schuhe, Taschen und Accessoires, verkauft wird an Endkunden (B2C). Die Anbindung erfolgt über kompatible Datenverarbeitungssoftware, mit einer Integration lassen sich fünf Onlineshops beliefern. Partner liefern direkt an die Kunden, mit beigelegtem Lieferschein und Retourenlabel, ohne Hinweise auf externe Shops oder Plattformen, und müssen Produktdaten nach den HUMANIC-Guidelines mit aussagekräftigen Bildern bereitstellen. Bei erfolgreicher Zusammenarbeit besteht laut HUMANIC die Möglichkeit, die Marke auch im stationären Bereich weiterzuentwickeln. Die Leder und Schuh AG wurde im Herbst 2025 laut Medienberichten gemeinsam mit dem Händler Mass von Advance Capital Partners übernommen, die Zentrale bleibt in Graz.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

S
Plattform

Shopify

Shopify ist eine cloudbasierte Commerce-Plattform der kanadischen Shopify Inc. mit Sitz in Ottawa. Das Unternehmen wurde 2006 von Tobias Lütke und zwei Mitgründern gegründet, nachdem sie für den Onlineverkauf von Snowboards keine passende Lösung fanden. Shopify vereint Shopsystem, Zahlungsabwicklung, ein Kassensystem für den stationären Handel und einen App Store, über den sich Funktionen per Erweiterung ergänzen lassen. Für große Unternehmen gibt es seit 2014 die Variante Shopify Plus. Händler verkaufen über den eigenen Onlineshop und weitere Vertriebskanäle, ohne Server oder Updates selbst betreuen zu müssen. In Deutschland laufen nach Zählung von Storeleads im Juni 2026 rund 121.000 aktive Shops, womit Shopify dort ungefähr gleichauf mit WooCommerce liegt. Weil Shopify weit mehr als ein Shopsystem bietet, versteht es sich als Plattform für den gesamten Vertrieb.

T
Plattform

TikTok Shop

TikTok Shop ist der Social-Commerce-Marktplatz von TikTok, auf dem Marken und Händler Produkte direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping und einen eigenen Shop-Tab verkaufen. In Deutschland ist der Dienst seit März 2025 aktiv und erzielte laut NIQ schon nach einem Jahr mehr als 700 Millionen Euro Jahresumsatz, in Österreich läuft der Verkauf seit 15. Juni 2026, die Händlerregistrierung war ab 1. Juni möglich. Die Ausrichtung ist international: Mit der Funktion Sell Across Europe verkaufen Händler mit einer Registrierung in alle EU-Märkte, in denen TikTok Shop verfügbar ist, und können Logistikpartner von TikTok nutzen. Das Sortiment lebt von erklärbaren, visuell starken Produkten wie Beauty, Mode, Lebensmitteln, Accessoires und Gadgets, verkauft wird an Endkunden (B2C). Creator bewerben Produkte über ein integriertes Affiliate-Programm gegen Provision. Die Registrierung ist kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Seit 8. Jänner 2026 beträgt die Verkaufsprovision in Deutschland und vier weiteren EU-Märkten 9 Prozent (Elektronik 7 Prozent), neue Händler zahlen 60 Tage lang 4 Prozent, dazu kommt eine Zahlungsgebühr von rund 2 Prozent.

W
Software

WooCommerce

WooCommerce ist ein Open-Source-Plugin, das aus einer WordPress-Website einen Onlineshop macht. Es wurde 2011 von der Designfirma WooThemes als erstes eigenes Plugin veröffentlicht und gehört seit 2015 zu Automattic, dem Unternehmen hinter WordPress.com. Der Kern ist kostenlos und steht unter der GPL-Lizenz, Funktionen wie Zahlungen, Versand, Buchungen oder Abonnements kommen über Erweiterungen hinzu. Hinter der Marke steht heute das Unternehmen Woo mit mehr als 400 Teammitgliedern, die vollständig remote arbeiten. Weil WooCommerce auf WordPress aufsetzt, lassen sich Inhalte und Shop eng verbinden, was für Händler mit starkem Content oder SEO-Fokus attraktiv ist. In Deutschland läuft WooCommerce nach Zählung von Storeleads auf einer ähnlichen Zahl von Shops wie Shopify. Hosting, Sicherheit und Updates liegen dabei in der Verantwortung des Betreibers oder seiner Agentur.