Plattformkompetenz
Wiki
Wissen/einsteiger

Wie funktioniert Amazon PPC?

Amazon PPC steht für Pay Per Click und bezeichnet das integrierte Werbesystem auf Amazon, bei dem du Gebote auf Keywords oder Produkte setzt und nur dann bezahlst wenn ein Käufer auf deine Anzeige klickt.

Es gibt drei Hauptformate: Sponsored Products bewerben einzelne Listings direkt in den Suchergebnissen, Sponsored Brands zeigen dein Markenlogo mit mehreren Produkten und Sponsored Display schaltet Anzeigen auch außerhalb von Amazon. Für Einsteiger sind Sponsored Products der sinnvollste Einstieg, weil sie direkt auf Umsatz einzahlen und einfach zu steuern sind.

Praxisbeispiel: Ein Händler für Campingzubehör startet eine automatische Sponsored Products-Kampagne mit einem Tagesbudget von 20 Euro. Amazon wählt selbst relevante Keywords, und nach zwei Wochen sieht der Händler welche Suchbegriffe tatsächlich zu Käufen geführt haben.

Wichtig zu wissen: Starte mit automatischen Kampagnen zum Daten sammeln, bevor du auf manuelle Kampagnen mit gezielten Keywords umstellst.

Weitere Fragen

Passende Anbieter

G
Marktplatz

Galaxus

Galaxus ist das Online-Warenhaus der Digitec Galaxus AG, die zur Migros-Gruppe gehört, und laut PlentyONE (2026) mit einem Plattformumsatz von rund 3,76 Milliarden Schweizer Franken und etwa 5 Millionen aktiven Käufern der größte Onlinehändler der Schweiz. Der Schweizer Marktplatz besteht seit 2016, Deutschland kam im Januar 2023 hinzu, eigene Shops betreibt Galaxus außerdem in Österreich, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Der Marktplatz für Drittanbieter ist laut Marktberichten für die Schweiz und Deutschland offen und zählt über 1.000 angebundene Händler. Die Ausrichtung ist bewusst selektiv und kuratiert: Händler bewerben sich, durchlaufen eine Potenzialanalyse und Testbestellungen und müssen ihren Shop per API anbinden. Das Sortiment reicht von Elektronik über Wohnen, Haushalt, Sport und Spielzeug bis zu Beauty. Verkauft wird an Endkunden (B2C), zusätzlich existiert ein B2B-Retail-Modell, bei dem Galaxus die Ware selbst einkauft. Es gibt keine Grund- oder Setup-Gebühr, nur eine kategorieabhängige Provision, die je nach Quelle zwischen 7 und 20 Prozent liegt. Voraussetzung sind ein Gewerbe mit Umsatzsteuer-ID und ein Lager in der EU oder der Schweiz.

A
Marktplatz

Amazon

Amazon ist der mit Abstand größte Onlinemarktplatz im deutschsprachigen Raum und für europäische Marken und Verkäufer meist der erste Kanal mit echter Reichweite. In Österreich fließt laut RegioData Research (2026) rund jeder dritte Online-Euro über das Amazon-Ökosystem, in Deutschland liegt der Anteil laut einer Studie im Auftrag der WKÖ bei etwa 53 Prozent. Die Ausrichtung ist klar international: Mit einem Verkäuferkonto lässt sich auf den europäischen Amazon-Marktplätzen von Amazon.de bis Amazon.pl verkaufen, Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Lagerung, Versand und Kundenservice. Österreich und die Schweiz haben keinen eigenen Marktplatz und werden über Amazon.de bedient, bei Lieferungen in die Schweiz fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Das Sortiment reicht über nahezu alle Kategorien. Verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), über Amazon Business lassen sich zusätzlich gewerbliche Kunden mit Nettopreisen und Mengenrabatten bedienen. Marken treten als Seller im Marketplace oder als Vendor mit Direktlieferung an Amazon auf, Letzteres in der Regel nur auf Einladung. Der professionelle Verkaufsplan kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommt eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr von meist 7 bis 15 Prozent.

Z
Marktplatz

Zalando

Zalando ist Europas große Plattform für Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty und erreicht laut Unternehmensangaben über 50 Millionen aktive Kunden in 25 europäischen Ländern. In Österreich zählt Zalando laut Handelsverband und ECDB (E-Commerce Report 2025) zu den umsatzstärksten Onlinehändlern, inklusive Partner-Marktplatz lag der Umsatz 2024 bei rund 606 Millionen Euro, der Marktanteil beträgt laut RegioData (2026) etwa 3,7 Prozent. Die Ausrichtung ist stark international, mit Länderseiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Zugang zu vielen weiteren Märkten. Das Sortiment ist auf Fashion und Lifestyle spezialisiert, im Mittelpunkt steht das Endkundengeschäft (B2C), die Zusammenarbeit mit Marken läuft im Wholesale als B2B-Geschäft. Marken und Händler können zwischen Wholesale (Zalando kauft die Ware), dem Partner Program (Verkauf im eigenen Namen über die Plattform) und Connected Retail für stationäre Händler wählen. Der Zugang erfolgt seit 2023 nur auf Einladung. Es fällt eine Basisgebühr von 480 Euro pro Jahr an, dazu eine Provision von 5 bis 25 Prozent je nach Kategorie und Preissegment. Seit 2025 gehört auch About You zur Zalando Group.

O
Marktplatz

OTTO Market

OTTO Market ist die Marktplatzlösung der OTTO Group und öffnet externen Händlern den Zugang zu otto.de, laut Betreiber mit rund 13 Millionen aktiven Kunden, mehr als 3 Millionen qualifizierten Besuchen pro Tag und bis zu 49 Bestellungen pro Sekunde. Die Kundschaft sitzt überwiegend in Deutschland, die Händlerseite öffnet sich schrittweise für Unternehmen aus der EU, den Start machen die Niederlande, Polen und Österreich. Für österreichische Unternehmen gilt in der Pilotphase: Rechtsform AG, GmbH oder OG, Firmensitz in Österreich, österreichische Umsatzsteuer-ID und Teilnahme am OSS-Verfahren. Das Sortiment ist kuratiert und stark bei Mode, Möbeln, Elektronik und Haushaltswaren, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler versenden aus einem Lager in Deutschland oder der EU mit DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS, Retouren werden in Deutschland oder ausgewählten EU-Ländern angenommen, darunter Österreich. OTTO wickelt die Zahlung inklusive Bonitätsprüfung ab. Die Grundgebühr beträgt 99,90 Euro netto pro Monat, dazu kommt eine sortimentsabhängige Provision von 5 bis 22 Prozent, teils gestaffelt nach Verkaufspreis.

K
Marktplatz

Kaufland Global Marketplace

Kaufland Global Marketplace ist der zentrale Verkäuferzugang zu den Onlinemarktplätzen von Kaufland, einer Handelsmarke mit 1.600 Filialen in 8 Ländern. Mit einer Registrierung lassen sich neun Länder bedienen: Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, die Slowakei, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, laut Betreiber mit 220 Millionen potenziellen Online-Kunden und rund 15.000 Händlern. Kaufland.at ging am 4. September 2024 in Österreich an den Start. Die Ausrichtung ist damit klar international und für Cross-Border-Wachstum aus einem System heraus gedacht. Das Sortiment ist ein Vollsortiment mit über 6.400 Kategorien, etwa Wohnen, Elektronik, Garten, Küche, Baby, Sport und Fashion, verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Händler bleibt Vertragspartner und versendet selbst, Kaufland übernimmt die Zahlungsabwicklung, den Kundenservice der ersten Ebene und automatisiertes Marketing über SEO, SEA, Google Shopping und Preisvergleichsportale. Die monatliche Grundgebühr beträgt 39,95 Euro und wird auch bei mehreren Marktplätzen nur einmal fällig, die Verkaufsprovision liegt kategorieabhängig zwischen 4 und 16 Prozent. Optional gibt es Sponsored Product Ads und Fulfillment by Kaufland.

T
Marktplatz

Temu

Temu ist ein preisorientierter Onlinemarktplatz der PDD Holdings, der 2022 startete und in der EU über eine Gesellschaft mit Sitz in Irland betrieben wird. Die Reichweite ist erheblich: Laut Marktdaten nutzen rund 120 Millionen Menschen monatlich Temu in Europa, davon etwa 19 Millionen in Deutschland (Mai 2026), in Österreich nennt das Unternehmen rund 2,3 Millionen aktive Nutzer (Februar 2026). Laut einer Studie des iföw im Auftrag der WKÖ liegt der Marktanteil in Österreich bei 5,6 Prozent, gemeinsam mit Shein und AliExpress kommen chinesische Plattformen laut RegioData auf 7,9 Prozent. Das Sortiment reicht von Elektronikzubehör, Gadgets und Haushalt über Mode und Accessoires bis zu Kosmetik, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Local Seller Program, das seit 2024 auch europäischen Unternehmen offensteht, können Händler aus der EU mit lokalem Lager und eigenem Versand verkaufen statt per Direktversand aus China. Es gibt keine Anmelde- und keine Monatsgebühr. Die Konditionen werden je nach Modell unterschiedlich beschrieben, teils als kategorieabhängige Servicegebühr, teils als vereinbarter Lieferpreis (Fully Managed oder Semi Managed).

E
Marktplatz

eBay

eBay ist einer der ältesten Onlinemarktplätze im DACH-Raum und zählt laut Handelsverband in Österreich zu den drei größten Marktplätzen, RegioData Research beziffert den Marktanteil am österreichischen Onlinehandel mit rund 4,1 Prozent (2026). Die Ausrichtung ist international: eBay betreibt länderspezifische Websites wie eBay.de und eBay.at, und Verkäufer erreichen mit internationalem Versand oder eigenen Angeboten auf anderen Länderseiten laut eBay bis zu 134 Millionen potenzielle Käufer. Das Sortiment ist breit und besonders stark bei Neuware, gebrauchten und generalüberholten Artikeln, Sammlerstücken, Ersatzteilen und Nischenprodukten. Im Kern richtet sich eBay an Endkunden (B2C) und Privatverkäufer (C2C), ein ausgewiesener B2B-Marktplatz ist es nicht. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine kategorieabhängige Verkaufsprovision von etwa 5 bis 16 Prozent auf den Gesamtbetrag inklusive Versand, dazu eine Fixgebühr von 0,35 Euro pro Bestellung (0,45 Euro bei Bestellungen über 10 Euro). Seit 1. Juli 2026 gilt in vielen Kategorien ein einheitlicher Provisionssatz statt der bisherigen Staffelung, für gebrauchte und generalüberholte Ware sind es einheitlich 5 Prozent. Optional gibt es Shop-Abonnements mit Angebotskontingent.

C
Plattform

CHECK24 Shopping

CHECK24 ist Deutschlands größtes Vergleichsportal und betreibt seit 2012 mit CHECK24 Shopping einen eigenen Marktplatz, auf dem Händler Produkte direkt an CHECK24 Kunden verkaufen. Laut Eigenangabe hat CHECK24 über 15 Millionen Kunden, für den Möbelmarktplatz wird eine Reichweite von bis zu 20 Millionen genannt. Das Sortiment umfasst Elektronik, Haushalt, Freizeit, Möbel und Reifen, dazu kommen Fashion mit Schuhen und Bekleidung sowie Home and Living. Die Ausrichtung ist national auf Deutschland, verkauft wird an Endkunden (B2C). Händler zahlen keine Grundgebühr und können jeweils zum Monatsende kündigen, abgerechnet wird nur bei erfolgreichen Bestellungen mit einer kategorieabhängigen Provision, im Möbelbereich einheitlich 12 Prozent netto. Die Provision wird auf die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf angewandt, inklusive Produktpreis, Versand und Abwicklungsgebühren. CHECK24 übernimmt je nach Modell Produktanlage, Zahlungsabwicklung, Marketingaktionen und den Kundenservice der ersten Ebene, die Anbindung des Shops erfolgt über Schnittstellen.

Z
Logistik

Zalando Fulfillment Solutions

Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ist das Fulfillment-Angebot von Zalando für externe Partner und wurde 2016 eingeführt. Es gehört zu Zalando Logistics Solutions, das außerdem Zalando Shipping Solutions (ZSS) für den paneuropäischen Versand und Zalando Return Solutions (ZRS) für die Retourenabwicklung umfasst. Nach Angaben von Zalando können Partner ZFS in 23 Märkten und über ein Netzwerk mit zwölf Logistikzentren nutzen. Zalando übernimmt als 3PL Einlagerung, Picking, Packing, Versand und Retouren, die Ware wird automatisch wieder in den Verkauf gestellt. Mit Multichannel lassen sich auch Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop oder von anderen Kanälen mit neutraler Kartonage versenden, ZFS-Offprice hilft beim Abverkauf früherer Kollektionen. Hybride Modelle sind möglich, so lassen sich etwa zalando.de, zalando.at und zalando.ch selbst abwickeln, während andere Märkte über ZFS laufen. Das Angebot richtet sich an Marken und Händler im Zalando Partner Program, adressiert werden Endkunden (B2C) im Modehandel und in angrenzenden Sortimenten. Bestimmte Artikel wie Schmuck sind in einzelnen Märkten ausgeschlossen.

M
Plattform

Microsoft Advertising

Microsoft Advertising, früher Bing Ads, ist die Werbeplattform für das Suchnetzwerk von Bing sowie für Partner wie Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia, Anzeigen erscheinen auch in Edge und der Windows-Suche, und der KI-Assistent Copilot greift auf den Bing-Index zurück. Der Marktanteil ist deutlich kleiner als bei Google, im DACH-Raum liegt Bing auf dem Desktop bei rund 15 Prozent. Die Nutzerschaft ist tendenziell älter, kaufkräftiger und stark im Büroumfeld vertreten, daher eignet sich der Kanal für B2B-Themen und als Ergänzung zu Google. Es gibt Text-, Shopping- und Dynamic-Kampagnen sowie Retargeting, bestehende Google-Ads-Kampagnen lassen sich importieren. Nur bei Microsoft Advertising ist eine Zielgruppenausrichtung auf Basis von LinkedIn-Profildaten möglich. Abgerechnet wird überwiegend per Klick nach dem Auktionsprinzip, in manchen Branchen liegen die Klickpreise laut Agenturen 30 bis 60 Prozent unter Google. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden Endkunden (B2C) und Geschäftskunden (B2B).

T
Plattform

TikTok

TikTok ist die Kurzvideo-Plattform, die für Marken und Händler als Reichweitenkanal und über TikTok for Business auch als Werbeplattform dient. Laut Marktdaten nutzen in Deutschland rund 26,4 Millionen Menschen TikTok (Februar 2026), in Österreich meldet das Unternehmen mehr als 2,7 Millionen monatliche Nutzer, in der Schweiz sind es rund 2,2 Millionen. Die Ausrichtung ist international und auf Entdeckung statt Suche ausgelegt, der Algorithmus zeigt Inhalte auch Menschen, die dem Absender noch nicht folgen. Für Werbetreibende gibt es Formate wie Spark Ads, die organische Videos bewerben, und In-Feed Ads, abgerechnet wird per CPM oder CPC. Im DACH-Raum nennen Agenturen für Anfang 2026 einen CPM von 3 bis 8 Euro und einen CPC von 0,30 bis 1,50 Euro. Das Mindestbudget liegt laut Marktquellen bei 50 Euro je Kampagne und 20 Euro Tagesbudget je Anzeigengruppe. Das Sortiment ist offen, gut funktionieren visuelle, erklärbare Produkte. Adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C), einzelne B2B-Themen lassen sich mit erklärendem Content ebenfalls bespielen. Der Verkauf direkt in der App läuft über TikTok Shop.

G
Plattform

Google Ads

Google Ads ist die größte Werbeplattform für Suchanfragen und in Deutschland laut Marktberichten mit rund 90 Prozent Marktanteil in der Websuche der wichtigste Kanal für Kunden mit konkreter Kaufabsicht. Über eine Plattform lassen sich Suchanzeigen, Shopping-Anzeigen, Display, YouTube und Performance Max buchen, das automatisiert Search, Display, YouTube, Gmail und Discover bespielt. Die Ausrichtung ist international mit Länder- und Sprachtargeting, in der Schweiz braucht es wegen der drei Sprachregionen getrennte Kampagnen. Abgerechnet wird bei Suchanzeigen pro Klick, der durchschnittliche CPC liegt laut einer Auswertung für das erste Quartal 2026 in Deutschland bei 1,32 Euro, in Österreich bei 1,18 Euro und in der Schweiz bei 1,68 Franken, im E-Commerce werden oft 0,40 bis 0,60 Euro genannt. Ein Mindestbudget gibt es nicht, festgelegt wird ein Tagesbudget. Google verrechnet in Österreich seit November 2020 eine Digitalsteuer von 5 Prozent auf ausgelieferte Anzeigen. Adressiert werden Endkunden (B2C) ebenso wie Geschäftskunden (B2B), das Sortiment ist offen.

F
Plattform

Facebook

Facebook ist mit über 3 Milliarden monatlich aktiven Nutzern weltweit das größte soziale Netzwerk und gehört wie Instagram zum Meta-Konzern. In Deutschland nutzen es laut Statista-Auswertungen rund 21,7 Millionen Menschen, in Österreich liegt die Werbereichweite bei etwa 3,25 Millionen (Februar 2025). Für Händler und Marken ist Facebook vor allem ein Werbe- und Community-Kanal: Anzeigen werden gemeinsam mit Instagram über den Meta Ads Manager gebucht, Produktkataloge aus dem Commerce Manager speisen Katalog- und Advantage+-Kampagnen. Der direkte Checkout in Facebook Shops wurde in Österreich und mehreren EU-Ländern im August 2023 eingestellt, seit September 2025 laufen Shops mit Website-Checkout, gekauft wird also im eigenen Onlineshop. Die Ausrichtung ist international, das Sortiment offen, adressiert werden überwiegend Endkunden (B2C). Für Deutschland nennen Agenturen einen CPM von etwa 5 bis 15 Euro und einen CPC von 0,40 bis 2,00 Euro. Seit Jänner 2026 können EU-Nutzer weniger personalisierte Werbung wählen, was die Zielgenauigkeit beeinflussen kann.

L
Plattform

LinkedIn

LinkedIn ist das größte berufliche Netzwerk der Welt mit mehr als einer Milliarde Mitgliedern, im DACH-Raum nennen Quellen je nach Stand 20 bis 25 Millionen Mitglieder. In Österreich liegt die Werbereichweite laut Statista bei rund 2,7 Millionen (Anfang 2025). Für Händler und Marken ist LinkedIn kein Verkaufsmarktplatz, sondern ein B2B-Kanal für Positionierung, Recruiting, Lead-Generierung und den Kontakt zu Einkäufern, Geschäftsführern und Entscheidern. Die Ausrichtung ist international mit Targeting nach Jobtitel, Seniorität, Branche und Unternehmensgröße. Werbung wird im Campaign Manager gebucht, technisch ist ein Tagesbudget ab 10 Euro möglich, Agenturen empfehlen für den DACH-Raum 50 bis 100 Euro pro Tag. Der durchschnittliche CPC liegt im DACH-Raum bei rund 6 bis 9 Euro, der CPM bei 25 bis 45 Euro, damit ist LinkedIn deutlich teurer als Meta oder Google. Beliebte Formate sind Lead Gen Forms, Document Ads und Thought Leader Ads, die Beiträge von Personen statt von Unternehmensseiten bewerben. Sponsored Messaging erreicht in der EU nur Mitglieder, die zugestimmt haben.

S
Marktplatz

shöpping.at

shöpping.at ist der Online-Marktplatz der Österreichischen Post AG und versteht sich laut Eigenangabe als Österreichs größter Online-Marktplatz, laut Handelsverband sind mehr als 2.000 Händler aktiv. Die Ausrichtung ist national, gestartet unter dem Leitgedanken Österreich für Österreich mit heimischen Händlern, heimischen Kunden und heimischer Logistik, inzwischen ergänzt um Lieferungen nach Deutschland mit versandkostenfreier Standardlieferung ab 49 Euro Bestellwert je Händler in Österreich und ab 69 Euro nach Deutschland. Das Sortiment ist ein Vollsortiment, zu den Top-Kategorien zählen Elektronik, Baumarkt und Garten, Haushalt und Wohnen, Sport und Freizeit, Arzneimittel und Mode. Verkauft wird im Kern an Endkunden (B2C), zugelassen sind Gewerbetreibende mit Neuware oder refurbished Produkten. Der Kaufvertrag entsteht zwischen Händler und Kunde, den Versand übernimmt im Inland die Österreichische Post, Sendungen aus dem Ausland gehen mit DHL und werden von der Post zugestellt. Laut Preisblatt (Stand Jänner 2025) beträgt die Grundgebühr 49 Euro pro Monat, dazu kommen 0,49 Euro Transaktionsgebühr pro Bestellung, eine Verkaufsprovision von 5 bis 15 Prozent je nach Kategorie und Payment-Gebühren.

A
Marktplatz

ABOUT YOU

ABOUT YOU ist ein Online-Modehändler und Marktplatz aus Hamburg, der sich an ein junges, mobil orientiertes Publikum richtet, rund 80 Prozent der Kunden sind laut Unternehmen unter 45 Jahre alt. Die Plattform erreicht 12 bis 13 Millionen aktive Kunden und ist in bis zu 28 europäischen Märkten aktiv. Seit 2025 gehört ABOUT YOU zur Zalando Group, die Marken bleiben vorerst getrennt. Die Ausrichtung ist international und hybrid aus Wholesale und Marktplatz. Das Sortiment konzentriert sich auf Mode, Schuhe, Accessoires und Beauty, verkauft wird an Endkunden (B2C). Über das Seller Center unter partner.aboutyou.com registrieren sich Marken ohne Registrierungsgebühr, Produktdaten, Preise und Bestände werden per API, Shopify oder Middleware wie Tradebyte, PlentyONE oder ChannelEngine übermittelt, die meisten Partner gehen laut Betreiber innerhalb weniger Wochen live. Die Zahlungen laufen über SCAYLE Payments. Logistisch stehen Dropshipping und Fulfillment by ABOUT YOU zur Wahl. Es fällt eine kategorieabhängige Provision an, die laut Marktberichten zwischen 5 und 25 Prozent liegt, die genauen Konditionen werden individuell vereinbart.

M
Marktplatz

MediaMarkt Saturn Marketplace

Der MediaMarktSaturn Marketplace ist der Drittanbieter-Marktplatz der Elektronikhändler MediaMarkt und Saturn, die zur Ceconomy gehören und sich selbst als Europas Nummer 1 im Bereich Consumer Electronics bezeichnen. Laut Betreiber stehen mehr als 21 Millionen potenzielle Kunden und mehr als 65 Millionen Unique Visits pro Monat auf zwei der Top-10-Onlineshops in Deutschland dahinter. Den Marktplatz gibt es seit 2020, er läuft auf der Mirakl-Technologie und wird schrittweise auf weitere Länder ausgeweitet, für Deutschland und Österreich gibt es eigene Händlerformulare. Das Sortiment liegt im Kern bei Consumer Electronics und Haushaltsgeräten, verkauft wird an private Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist kuratiert, Händler bewerben sich und müssen Anforderungen an Produktdaten, Lieferzeiten und Kundenservice erfüllen. Die Konditionen umfassen einen Monatsbeitrag von 39 Euro netto, eine nicht öffentlich ausgewiesene Provision, kostenlose Produktlistung und jederzeitige Kündbarkeit. Angebunden wird über Excel- und CSV-Vorlagen, per API oder über Integratoren, der Go-live soll in unter zwei Wochen möglich sein. Die Übernahme von Ceconomy durch JD.com ist angekündigt und steht laut Medienberichten vor der Freigabe.

T
Marktplatz

Toolineo

Toolineo ist ein B2B- und Fachmarktplatz für Handwerksbedarf, der 2016 gestartet ist und als Tochterunternehmen zum E/D/E gehört, dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler und laut Unternehmen Europas größtem Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel. Der Marktplatz verbindet Fachhändler mit Handwerkern, Heimwerkern und Fachhändlern und bietet mehrere hunderttausend Artikel von Werkzeug, Elektro- und Akkuwerkzeugen über Maschinen und Betriebseinrichtung bis zu Beschlägen, Befestigungstechnik, Schweiß- und Industrietechnik und Arbeitsschutz. Die Ausrichtung ist national mit Schwerpunkt Deutschland, verkauft wird an Profis (B2B) und, über die Sortimente der E/D/E Fachhändler, auch an Privatkunden. Zum Start 2015 und 2016 waren neun bis elf Fachhändler mit rund 50.000 Produkten beteiligt, das Alleinstellungsmerkmal sollte die fachliche Beratung sein. Toolineo kümmert sich um Category Management, Händler-Onboarding, Logistik, Payment und Kundenservice. Laut einer Marktübersicht ist die Reichweite geringer als bei großen Marktplätzen, dafür sind die Warenkörbe größer.

V
Marktplatz

voelkner

voelkner ist ein deutscher Technikhändler und gehört über die RE-IN Retail International zum Conrad-Konzern. Seit 2019 hat voelkner seinen Onlineshop für persönlich ausgewählte Marktplatz-Verkäufer geöffnet, der Marktplatz deckt Consumer Electronics, Haustechnik, Kernelektronik, Werkzeug, Arbeitsschutz, Betriebsausstattung und Spezialsortimente ab. Für Geschäftskunden nennt voelkner bis zu 6 Millionen Marktplatz-Angebote, verkauft wird an Privat- und Geschäftskunden (B2C und B2B), der Conrad Marketplace mit Mirakl-Anbindung richtet sich an B2B, die Ausweitung auf B2C läuft laut Conrad über voelkner. Es gibt keine monatliche Grundgebühr, Provisionen fallen nur bei erfolgreichen Aufträgen an und sind nach Produktgruppen gestaffelt. Voraussetzungen sind laut e-tailize ein gewerblicher Verkäufer mit gültiger Umsatzsteuer-ID, ein Lager in der EU, Produktdaten im Marktplatz-Format und Antworten auf Kundenanfragen an Werktagen innerhalb von 48 Stunden auf Deutsch. Jeder Verkäufer erhält einen persönlichen Ansprechpartner, ein kostenloses Analysetool und kostenfreies Multichannel-Marketing.

V
Marktplatz

Veepee

Veepee, bis 2019 vente-privee, wurde 2001 in Frankreich gegründet und ist Erfinder der zeitlich begrenzten Flash Sales für Markenware. Laut Tradebyte hat die Plattform 52,7 Millionen Mitglieder in Europa und rund 3,2 Millionen Besucher pro Tag, aktiv ist sie unter anderem in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, den Benelux-Ländern, Österreich und der Schweiz. Mit dem Brandsplace betreibt Veepee einen Rabatt-Marktplatz für Outlet-Kollektionen, der 2018 in Frankreich startete, 2022 nach Spanien und Italien kam und 2023 in Belgien, den Niederlanden und Deutschland eingeführt wurde. Nur Marken dürfen dort verkaufen und bleiben allein für Katalog, Preise, Distribution und Kundenservice zuständig, Händler und Distributoren sind nicht vorgesehen. Verkauft wird an Endkunden (B2C), das Sortiment reicht von Mode und Accessoires über Elektronik, DIY und Beauty bis zu Food und FMCG. Marken müssen ein Lager in der EU haben, Direktversand an Endkunden leisten können und Produktinhalte in der Landessprache bereitstellen. Die Provision richtet sich nach der Kategorie.

L
Marktplatz

limango

limango ist eine 2007 gegründete Plattform für Familienshopping mit Sitz in München und gehört zur Otto Group. Aus dem Shopping-Club mit zeitlich begrenzten Aktionen wurde in den Jahren 2017 und 2018 ein Marktplatz für dauerhaft verfügbare Sortimente, der heute in Deutschland und Österreich angeboten wird. Laut Eigenangabe kaufen über eine Million aktive Kunden bei limango, das Unternehmen nennt mehr als 3.000 Marken-Partnerschaften, mehr als fünf Millionen versendete Pakete pro Jahr und einen täglichen Newsletter an rund zwei Millionen Empfänger. Das Sortiment richtet sich an junge Familien, seit 2019 werden auch Erwachsenen-Sortimente angenommen, die einkaufende Eltern ansprechen. Verkauft wird an Endkunden (B2C). Der Marktplatz ist geschlossen: limango wählt die Partner aus und sorgt dafür, dass ein Artikel nur von einem Partner angeboten wird, um Preiskämpfe zu vermeiden. Partner bestimmen Preise und Versandkosten selbst, versenden im Dropshipping-Modell, zahlen laut limango nur bei Verkauf eine Provision und keine monatlichen Fixkosten, den First-Level-Kundenservice übernimmt limango.

M
Marktplatz

Manor

Manor ist die größte Warenhauskette der Schweiz mit 60 Verkaufspunkten und mehr als 10.000 Mitarbeitenden und laut Eigenangabe rund 100 Jahren Erfahrung. 2021 öffnete Manor den Onlineshop manor.ch als Marktplatz für externe Partner, technisch auf Basis von Mirakl. Das Partnerprogramm ist ein E-Konsignationsmodell: Manor tritt als offizieller Verkäufer auf, die Partner übernehmen Bestandsverwaltung, Versand und Rückgaben und liefern die Ware in separaten Lieferungen. Fokus waren zuerst Fashion sowie Home and Living, später Beauty, Multimedia, Spielzeug und Sport. Manor wählt die Partner nach Herkunft, Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Sortiment aus und arbeitet hauptsächlich mit Schweizer und europäischen Partnern. Verkauft wird an Endkunden (B2C), Partnerprodukte sind nur online erhältlich und nicht in den Warenhäusern ausgestellt, im Warenhaus können sie über eine In-Store-Bestellung geordert werden. Voraussetzungen sind eigenständige Verwaltung von Bestand und Angebotsdaten, mehrsprachiger Kundendienst, Produktinformationen mindestens auf Deutsch und Französisch sowie bei Lieferung von außerhalb der Schweiz die Verantwortung für die Zollabfertigung (DDP).

O
Marktplatz

OBI

OBI ist der größte deutsche Baumarktbetreiber und hat seinen Onlineshop Ende Februar 2024 in Deutschland für externe Verkäufer geöffnet. Der Marktplatz ist kuratiert und geschlossen, ein eigenes Team für Product Partnering prüft jeden Bewerber. Zum Start waren rund 40 externe Händler mit mehr als 25.000 Artikeln aktiv, im September 2024 nannten Marktberichte weniger als 100 Verkäufer bei etwa 100.000 Produkten. Im Juni 2026 hat OBI den Online-Marktplatz nach Österreich gebracht und dort die Suche nach lokalen Partnern angekündigt, Bewerbungen laufen über partner.obi.at. Das Sortiment reicht von Schrauben bis zur Photovoltaikanlage, verkauft wird überwiegend an Endkunden (B2C), auch Hersteller nutzen den Marktplatz. Für Deutschland gelten vertragliche Service-Level-Agreements, deutsche Umsatzsteuer-ID, Versand aus einem europäischen Lager und Kundenkommunikation auf Deutsch. Provisionen sind kategorieabhängig und werden pro Händler im Marktplatz-Vertrag vereinbart. Kunden können sich im Markt beraten lassen und Marktplatz-Produkte auch aus dem OBI Markt heraus nach Hause bestellen.

B
Marktplatz

BAUHAUS

BAUHAUS ist eine europäische Baumarktkette und hat seinen Onlineshop bauhaus.info laut Pressemitteilung vom Oktober 2025 seit August 2025 für ausgewählte Drittanbieter als Marktplatz geöffnet. Der Marktplatz soll das eigene Sortiment um ergänzende Marken und Produkte Dritter erweitern, die bislang weder stationär noch online bei BAUHAUS erhältlich waren, darunter Produkte, die bisher dem Fachhandel vorbehalten waren. Über die Partner sollen sowohl DIY-Enthusiasten im B2C-Bereich als auch professionelle Handwerksbetriebe im B2B-Umfeld erreicht werden. Für den Betrieb setzt BAUHAUS auf die Software-Plattform von Mirakl, die Onboarding, Produktdatenverwaltung und Abwicklung von Transaktionen unterstützt, die Partnerschaft wurde im Jänner 2026 offiziell bekanntgegeben. Bestellung, Versand, Rückgaben und Reklamationen wickelt der jeweilige Verkäufer ab, unterstützt vom BAUHAUS Kontakt Center, Marktplatz-Produkte sind mit Verkauf durch und dem Verkäufernamen gekennzeichnet. Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern. BAUHAUS wählt die Anbieter gezielt aus, um Qualitätsstandards zu sichern.